Verlierer sind nur die Bürger. Carina Fenz über den politischen Poker rund um das KUZ Jennersdorf

Von Carina Fenz. Erstellt am 05. Dezember 2018 (03:46)

Im Kulturzentrum Jennersdorf ist der letzte Vorhang gefallen, zumindest vorübergehend. Bürgermeister Reinhard Deutsch hat wegen „Gefahr im Verzug“ das Gebäude für alle weiteren Veranstaltungen sperren lassen. Ein unverständlicher Schritt für die Vereine, die ihre bereits geplanten Veranstaltungen absagen mussten, ein verständlicher Schritt, wenn es um die Sicherheit der Besucher geht. Fakt ist aber auch, dass die Gemeinde sehr wohl darüber informiert war, dass die gewerberechtliche Bewilligung — welche an die Gaststättenkonzession des Seminarhotels Raffel gebunden war — im Oktober ausgelaufen ist. Auch die von der Liste JES gestarteten Diskussionen rund um einen möglichen Verkauf des KUZ und einen geplanten Neubau eines KUZ-Plus rücken die „plötzliche“ Sperre des Kulturzentrums in ein etwas schiefes Licht.

Welchen Weg die politischen Verantwortlichen jetzt auch mit der weiteren Nützung des Kulturzentrums einschlagen, die Karten sollten schon auf den Tisch gelegt werden. Die aktuellen Verlierer in dieser Causa sind jetzt leider wieder einmal die Bürger, die jetzt keine Veranstaltungsstätte mehr haben — wenn auch nur für eine bestimmte Zeit.