Weg von der Schuldzuweisung

über den mangelnden Informationsfluss an Gemeinden.

Erstellt am 19. August 2021 | 05:34

Über das Wochenende kamen erste Informationen bezüglich eines geplanten Asylheimes in Neuhaus am Klausenbach auf. Von bis zu 40 Feldbetten in der ehemaligen Polizeidienstelle wurde gesprochen. Am Dienstag könnten bereits die ersten Migranten eintreffen. Am Ende viel heiße Luft um sehr wenig. Laut Landespolizeidirektion werden die Räumlichkeiten für Befragungen genutzt, vom Asylzentrum keine Spur.
Was bleibt, ist die Verunsicherung in der Bevölkerung und die Suche nach einem „Schuldigen“. Land und Bund geben die Verantwortung an den jeweils anderen ab.

Dabei hätte man die Situation deutlich entspannter lösen können. Durch eine zeitgerechte Einweihung des Bürgermeisters und des Gemeinderats und schlussendlich knallharter Ehrlichkeit. So wurde die Bevölkerung, auch medial, überrumpelt, dass dann die Abneigung so groß ist, liegt natürlich auf der Hand. Aber gerade so ein sensibles Thema wie Migration müsse nach den Bildern aus Kabul in Afghanistan anders angepackt werden. Jetzt wird versucht politisches Kapital daraus zu schlagen. Was jedoch auffällt: Es geht langsam los mit dem Wahlkampf für die Wahlen 2022. Zumindest die „Kriegsrhetorik“ ist bereits gut geölt.