Weil es nicht wurscht war

Über den heurigen Maturajahrgang im Bezirk, der positiv in die Geschichte eingehen wird.

Carina Fenz
Carina Fenz Erstellt am 11. Juni 2020 | 03:24
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Die diesjährige Matura war definitiv anders und einzigartig: Keine mündliche Prüfung, verlängerte Bearbeitungszeiten und eine Beurteilung, die sich aus dem Zeugnis der Abschlussklasse und der schriftlichen Matura zusammensetzte. Der Mittelweg, den man mit der Matura im Vergleich zu anderen Ländern wählte, schien fair: Eine Matura in abgespeckter Form, aber nicht geschenkt.

Besonders negativ fielen dabei einige Schüler aus Niederösterreich auf, die ihre Prüfungsbögen, ohne eine Frage zu beantworten, abgaben, „weil es eh wurscht ist“. Warum das möglich war: Weil man dem Corona-Jahrgang entgegenkommen wollte, sind die Leistungen der Abschlussklasse in die Matura-Note eingeflossen und wer einen Dreier hatte, war durch. Im Burgenland gab es ebenfalls fünf Maturanten, die ihre Zettel leer abgegeben haben. Aus den Bezirken Güssing und Jennersdorf (rund 200 Maturanten), war keiner dabei. Dass diese Regelung von manchen ausgenutzt wurde oder sie einfach protestieren wollten, muss man hinnehmen. In den Vordergrund sollte man aber eher jene Schüler stellen, die unter den denkbar erschwerten Bedingungen Großartiges geleistet haben und eine Prüfung absolvierten, die für „normale“ Zeiten ausgelegt war.