Wohnraum muss leistbar bleiben. Über einen Denkzettel von Alois Mondschein, der aber der Bevölkerung nichts bringt

Von Carina Fenz. Erstellt am 24. Dezember 2019 (03:46)

Die Suppe hat Bürgermeister Vinzenz Knor wohl ohne seinen Vize Alois Mondschein gekocht. Aber von Beginn an: Der Güssinger Vizebürgermeister hat vor einigen Monaten privates Interesse am Kauf des alten Bürgerhauses in Güssing bekundet. 250.000 Euro wollte die Gemeinde dafür haben. Auch ein zweiter Interessent hätte gleich viel dafür bezahlen sollen. Im Zuge der vergangenen Gemeinderatssitzung wollte man das Haus jetzt aber zur Hälfte des Geldes an die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft verkaufen.

Für Mondschein ein absolutes No-Go, der daraufhin mit seiner gesamten ÖVP-Fraktion vom Gemeinderat ausgezogen ist und somit auch einen Budgetbeschluss verhindert hat. Wäre da nicht die gemeinnützige Komponente der OSG im Spiel, dann hätte Mondschein mit seiner Handlung wohl auch absolutes Recht. Der Aspekt aber, dass die OSG und auch die Gemeinde mit dem vergünstigten Verkaufspreis in Sinne der Allgemeinheit gehandelt haben und notwendigen Wohnraum zur Verfügung gestellt wollen, der relativiert die Entscheidung von Knor.

Denn wenn die Stadt wachsen möchte, dann braucht es genug Wohnraum, der auch in Zukunft leistbar bleiben soll. Und genau dafür ist die OSG ein Garant.