Zusammenraufen oder streiten?. Michael Pekovics über die Güssinger Gemeindepolitik, die ganz schön durcheinander gewirbelt wird.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 28. März 2018 (04:27)

Das erste Halbjahr nach der Gemeinderatswahl lässt in Güssing eine politisch aufregende Legislaturperiode erwarten. Vorläufiger Höhepunkt war der Auszug der ÖVP aus dem Gemeinderat beim Punkt „Rathaus Umbau und Sanierung“. Vizebürgermeister Alois Mondschein wollte damit „ein Zeichen“ setzen, sich gegen den seiner Meinung nach „Schnellschuss“ richten und fordert mehr Miteinander ein.

Letzteres verlangt übrigens auch die SPÖ und wirft der ÖVP „Arbeitsverweigerung“ vor. Als Oppositionspartei hat man es leicht, Dinge zu fordern – vor allem angesichts einer absoluten Mehrheit. Das ist legitim, durch den Auszug aus der Gemeinderatssitzung gibt man der SPÖ aber auch jede Menge Angriffsfläche. Die Bürgermeisterpartei wäre wiederum gut beraten, Mondscheins Vorschläge in ihre Überlegungen miteinzubeziehen.

Vorläufig ist das Klima zwischen den beiden Parteien jedenfalls vergiftet und die SPÖ wird die geplanten Vorhaben mit ihrer absoluten Mehrheit umsetzen. Spannend wird, wie sich die weitere Arbeit im Gemeinderat gestalten wird. Dauerhafter Streit wird von den Wählern nämlich gar nicht gern gesehen.