Lenzing schenkt Hoffnung. Carina Ganster über den Ausbau des Lenzing-Werks in Heiligenkreuz.

Von Carina Fenz. Erstellt am 29. März 2017 (05:29)

Der Wirtschaftsstandort Südburgenland ist nicht tot. Das zeigt die 70 Millionen Euro Investion der Firma Lenzing in den Standort Heiligenkreuz. Der Faserhersteller hätte nämlich auch in seine Standorte in China, den USA oder Oberösterreich investieren können. Auch wenn im Süden Verkehrsprojekte sträflich vernachlässigt werden (S7) und die Elektrifizierung der Bahn warten muss, ist der Glaube eines Weltmarktführers in die Region wichtig, um auch der Bevölkerung zu zeigen, dass das Südburgenland etwas wert ist.

Das Südburgenland hat nämlich viele Trümpfe: sinkende Arbeitslosenquote, zentrale Lage in Europa und hohe Lebensqualität. Eine Studie der Johannes Kepler Universität Linz errechnete jetzt auch den regionalwirtschaftlichen Effekt durch das Lenzing-Werk Heiligenkreuz. Durch die wirtschaftlichen Aktivitäten werden langfristig rund 940 Arbeitsplätze gesichert, die zusätzliche Wertschöpfung durch das Werk beträgt rund 102 Millionen Euro pro Jahr. Jetzt gilt es die Lücken in der Infrastruktur zu schließen, um auch andere Unternehmen zu finden, die sich im Südburgenland ansiedeln wollen.