Neue Firmen sind meist weiblich. Michael Pekovics über eine überraschende Statistik des Bezirks – auf den ersten Blick.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:00)

Der Bezirk Güssing hält den Spitzenplatz bei den Neugründungen von Firmen (in Relation zur Einwohnerzahl – 10,8 % beziehungsweise zu den aktiven Kammermitgliedern – 15,4 %) im Burgenland (siehe Seite 22). Eine etwas überraschende Statistik, gilt der Bezirk Güssing doch allgemein als nicht als sehr wirtschaftsstark.

Der Jubel über den „Gründerboom“ relativiert sich aber etwas, wenn man sieht, dass fast die Hälfte der neuen „Betriebe“ Ein-Personen-Unternehmen im Bereich der Pflege sind – das gilt für den Bezirk Güssing ebenso wie für das gesamte Land (von insgesamt 1.934 Neugründungen waren 871 Pflegehelfer).

Der zweite große Wachstumssektor ist jener der Dienstleistungen, auch hier gibt es einen Zuwachs an neuen Betrieben. Verantwortlich dafür dürften unter anderem auch einige Initiativen des Landes, allen voran von Landesrätin Verena Dunst, sein, die darauf abzielen, vor allem Frauen zum Gang in die Selbstständigkeit zu ermutigen. In diesem Bereich gibt es gerade im Südburgenland nach wie vor großes Potenzial. Wird dieses gehoben, ist zwei Seiten geholfen – vielen Frauen speziell und der Wirtschaft im Allgemeinen.