Perfekte Fusion des Status Quo. Michael Pekovics über das neue Projekt „Winddiesel“, das die Stärken der Regionen bündelt.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 08. März 2017 (09:47)
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Das Projekt „Winddiesel“ hat das Potenzial, das Burgenland einen Schritt weiter in Richtung mehr Energieautarkie zu bringen. Auf dem Papier liest es sich wie die perfekte Ergänzung und Weiterentwicklung des Status Quo: Die Verschmelzung der Biomasseanlagen des Südens mit den Windkraftanlagen des Nordens. Es hat schon Charme, dass man laut Berechnungen mit nur vier dieser Anlagen Treibstoff für alle Diesel Pkw des Landes herstellen könnte – und das zu einem Preis, der weit unter dem derzeitigen liegt.

Nur wie so oft liegen die Probleme im Detail, bis zu einer möglichen Umsetzung würden wohl noch einige Jahre ergehen. Eines zeigt das Projekt aber mit Sicherheit: Dass der Forschungs- und Entwicklungsstandort Güssing noch lange nicht gestorben ist, auch wenn er oft totgeredet wird. Güssing schafft es derzeit einfach nicht, sich richtig zu vermarkten – auch wenn das Potenzial dazu vorhanden wäre. Ein Schritt in die Gegenrichtung wird diese Woche mit der „G17“-Konferenz, wo aktuelle Projekte vorgestellt werden, gesetzt. Diesem müssen aber weitere folgen, dann kann Güssing wieder zum Vorbild für ganze Regionen oder sogar Länder werden.