Andere Richtung, wichtiger Impuls. Über die wahrscheinliche Neugründung eines Fußballklubs in Stinatz.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 28. August 2019 (05:29)

Vor etwas mehr als drei Jahren war endgültig Schluss: Der ASKÖ Stinatz, davor mehrere Jahre in der höchsten Liga des Landes und auch finanziell auf großem Fuße unterwegs, schloss aufgrund zu hoher Schulden im Jahr 2016 und dem Durchmarsch retour in die 2. Klasse seine Pforten.

Nach 56 Jahren erfolgte die Vereinsauflösung. Ein Schock für die fußball-affine Gemeinde, die immer wieder tolle Kicker herausbrachte, aber einfach nicht mehr weitermachen konnte.

Die Verantwortlichen wurden derweil zur Rechenschaft gezogen, wobei der Blick sowieso in Richtung Zukunft geht: Mit neuem Team und Vize-Bürgermeister Josef Kreitzer an der Spitze will man 2020/2021 sehr wahrscheinlich als „FC Blau-Weiß Stinatz“ einen Neustart wagen, der von Nachhaltigkeit und gesunder Basis geprägt sein soll. Das ist realistisch, denn es gibt viele Stinatzer Fußballer, die nach wie vor irgendwo anders der Kugel hinterherjagen.

Es ist ein richtiger Schritt für die Gemeinde, auch wenn Erfolge wie Burgenlandliga-Spiele oder der BFV-Hallenmasters-Erfolg 2010 zumindest vorerst der Vergangenheit angehören. Wichtig ist nun, wieder einzusteigen und das Vertrauen der knapp 1.400 Einwohner zurückzugewinnen. Dann kann man auch burgenlandweit als Vorbild für stillgelegte Vereine dienen und so im Zeitalter des Vereinssterbens vor allem eines machen: einen wichtigen Impuls in die andere Richtung setzen.