Betrieb hochgefahren, Besuchsverbot bleibt aufrecht

Erstellt am 07. Mai 2020 | 05:10
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Wilfried Horvath, Ärztlicher Leiter am Krankenhaus in Güssing.
Foto: BVZ
Abgesagte Operationen werden nachgeholt, Ambulanzen geöffnet. Es braucht jetzt Kooperation, vor allem wegen des Besuchsverbots.
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Das Krankenhaus Güssing setzt seit Montag die ersten Schritte zurück in Richtung „Normalbetrieb“. „Sorgfalt und Bedacht“ gilt dabei als oberstes Gebot, sowohl für die Patienten, als auch für die Mitarbeiter. Seit 4. Mai werden zunächst die im März verschobenen ambulanten, nicht akuten MRT- und CT-Termine und auch abgesagte Operationen und endoskopische Untersuchungen nachgeholt.

Auch der terminkoordinierte Ambulanzbetrieb läuft wieder an. Das Spital kontaktiert dazu aktiv die Patienten, die Reihung erfolgt nach Dringlichkeit. „Alle Patienten werden bei der Voruntersuchung auf eine Coronavirus-Infektion getestet. Patienten, die in die Ambulanz kommen, müssen keinen Coronatest machen“, informiert der Ärztliche Leiter, Wilfried Horvath. Was sich allerdings auch in den nächsten Wochen nicht ändern wird, ist die Triage bei den Eingängen.

„Hier werden alle, die ins Spital kommen, auf CoViD-19 ersttriagiert, damit Verdachtsfälle weiterhin möglichst früh erkannt werden“, erklärt Horvath, der auch einen Appell an alle Patienten richtet. „Wir tun unser Bestes, brauchen aber auch die Kooperation von Patienten. Darum bitten wir, dass man pünktlich zu den vereinbarten Terminen erscheint. Durch die strengeren Sicherheitsmaßnahmen ergibt sich ein größerer Zeitaufwand und darum ist das pünktliche Erscheinen umso wichtiger. Je weniger Menschen sich in den Wartebereichen aufhalten, umso besser ist das“, so Horvath.

Besuchsverbot bleibt weiterhin aufrecht

Das viel umstrittene Besuchsverbot, welches auch eine besondere logistische Herausforderung für die Spitäler ist, bleibt nach wie vor aufrecht. „Zumindest für die nächsten Wochen und voraussichtlich bis Ende Juni. Oberste Prämisse bleibt die Sicherstellung der Versorgung und die Einhaltung der strengen Sicherheitsvorkehrungen, um Patienten und Mitarbeiter nicht zu gefährden“, bittet Horvath um Akzeptanz.

Weiters testen die Spitäler regelmäßig ihr Personal in ausgewählten Bereichen auf CoViD-19-Infektionen. Die speziell eingerichteten Stationen für Corona-Verdachtsfälle bleiben an allen Standorten bestehen.

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