Hilfe für Leonhard: 313 ließen sich typisieren. Großer Andrang herrschte bei der Typisierungsaktion für den kleinen Leonhard im Krankenhaus Güssing.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 15. November 2018 (03:57)
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Jeder, der sich typisieren lässt, kann zum Lebensretter werden. Florian Schreiner kam aus der Steiermark, um zu helfen.
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Die Geschichte vom kleinen Leonhard aus dem Bezirk Oberwart bewegt. Er ist einer von rund 600 Personen, die jährlich in Österreich an Leukämie erkranken. Der Zweijährige ist im Alter von sechs Monaten an Leukämie erkrankt, jetzt hofft er auf eine lebensrettende Stammzellenspende. Bei einer ersten Typisierungsaktion für eine mögliche Stammzellenspende im Sommer im Krankenhaus Oberwart war der Ansturm enorm.

Damals ließen sich mehr als 1.000 Leute testen, ein Spender wurde noch nicht gefunden. Deshalb gab es im Krankenhaus Güssing eine weitere Typisierungsaktion. Die Resonanz war überschaubar, „aber jede Spende könnte ein Leben retten“, zeigte sich Barbara Pelzmann vom Verein „Geben für Leben“ zufrieden. 313 Menschen ließen sich typisieren, und bei der Aktion konnten auch Spenden in der Höhe von 3.288,70 Euro gesammelt werden.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Leukämie-Patient den passenden Spender findet, beträgt 1:500.000, für 15 Prozent sogar 1:zig Millionen. Jede gesunde Person zwischen 17 und 45 Jahren, welche mindestens 50 Kilogramm wiegt, kann sich registrieren lassen.