MRT wirft Fragen auf. VP-Landtagsabgeordneter Walter Temmel fordert rasche Aufklärung beim Thema lange MRT-Wartezeiten im Krankenhaus Güssing.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 13. Juni 2019 (03:45)
Das Güssinger Krankenhaus.
NOEN, Pekovics

Nachdem im Juli 2018 ein neuer Magnetresonanz-Tomograph im Krankenhaus Güssing in Betrieb genommen wurde, versprach die KRAGES deutlich kürzere Wartezeiten auf MRT-Untersuchungen. „Ein Jahr später ist leider klar, dass die Millioneninvestitionen nichts gebracht haben. Die Wartezeiten haben sich verdreifacht, statt verkürzt“, erklärt VP-Landtagsabgeordneter Walter Temmel. Auch die Zahlen der durchgeführten Untersuchungen würden dies beweisen.

„Laut Medienberichten hat das private Röntgen-Institut im Jahr 7.800 Untersuchungen gemacht, das Land in einer vergleichbaren Zeitspanne rund 2800 Untersuchungen. Damit ist die angekündigte Verbesserung für die Patienten ausgeblieben und die Situation hat sich sogar verschlechtert. Das muss sich rasch ändern“, so Temmel.

Schriftliche Anfrage soll Klarheit bringen

Zahlen Patienten beim Privatanbieter 280 Euro, hätten sie am nächsten Tag einen Termin. Geld gebe es von der Krankenkasse nicht zurück, weil das Krankenhaus jetzt für die Kassenpatienten zuständig sei. „Menschen in einer Notsituation werden vom Land hier im Stich gelassen, das darf nicht sein“, unterstreicht Temmel.

Um schnell eine Lösung zu finden, hat die Volkspartei eine schriftliche Anfrage gestellt. „Darin fragen wir Landeshauptmann Doskozil, wie es zu dieser enormen Verschlechterung für die Patienten kommen konnte. Außerdem fordern wir Lösungsmaßnahmen“, erklärt Temmel abschließend. Eine Antwort des Landeshauptmannes steht derzeit noch aus.