Start für Akutordinationen . Start für Akutordinationen in allen sieben Bezirken. Plus: Güssing bleibt trotz Änderung Fachschwerpunkt für Orthopädie.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 04. April 2018 (05:01)
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Krankenhaus Güssing Spital Symbolbild
Angeklagt. Ein Chirurg des Krankenhauses Güssing muss sich vor Gericht für den Tod des Neuberger Bürgermeisters Daniel Neubauer verantworten. Foto: Archiv
BVZ-Archiv

Das Krankenhaus Oberwart hat keine Abteilung „Unfallchirurgie“ mehr. Diese heißt nun „Orthopädie und Traumatologie“, für die Patienten ändert sich nichts.

Hintergrund dieser Änderung ist eine Anpassung an internationale Standards, die Unfallchirurgie als Fach in der Form, wie sie in Österreich bestand, gibt es in anderen Ländern nicht. Ein weiterer Grund ist, dass es immer weniger Unfallopfer gibt und dadurch der unfallchirurgische Teil rückläufig ist, und gleichzeitig altersbedingte degenerative Erkrankungen zunehmen – deshalb das neue Fach „Orthopädie und Traumatologie“.

„Für den einzelnen Patienten ändert sich durch diese Namensänderung nichts“, betont Kurt Resetarits, Ärztlicher Leiter in Oberwart, und hat mit Primararzt Dieter Pertl, der seit Oktober Primar der früheren Unfallchirurgie ist, auch den perfekten Arzt für die Leitung der umbenannten Abteilung in seinem Team. „Er hat beide Ausbildungen und wird die Abteilung leiten sowie weiter ausbauen“, verrät Resetarits.

Güssings Orthopädie nur teilweise betroffen

Für das Krankenhaus Güssing, das ja nach wie vor über eine Abteilung „Orthopädie“ verfügt, wird sich durch die Namensänderung in Oberwart nichts verändern, heißt es auf Anfrage der BVZ aus dem Büro von Landesrat Hans Peter Doskozil. „Güssing bleibt Fachschwerpunkt für Orthopädie“, bestätigt auch Resetarits. „In Oberwart halten wir immer Kapazitäten für mögliche Unfälle frei, Güssing wickelt also alle terminisierten Operationen ab.“

Seit dieser Woche hat übrigens das in Oberwart getestete Modell der „Akutordinationen“ in allen sieben Bezirken des Landes seinen Betrieb aufgenommen – im Südburgenland im Krankenhaus Güssing und in Jennersdorf in der Rot Kreuz-Bezirksstelle. Damit ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung durch einen praktischen Arzt zwischen 17 und 22 Uhr garantiert.