Wirbel nach Abgang von Irmgard Luisser

Erstellt am 02. Juni 2022 | 05:18
Lesezeit: 3 Min
Krankenhaus Güssing Spital Symbolbild
Das Krankenhaus Güssing
Foto: BVZ-Archiv
Die Leiterin des Brustgesundheitszentrums, Irmgard Luisser, verlässt die KRAGES. VP sieht dramatische Folgen für die Gesundheitsversorgung. Die KRAGES spricht von unangebrachten, falschen Behauptungen.
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Die gute Nachricht vorweg: Das Brustgesundheitszentrum im Krankenhaus wird es weiter geben. Allerdings nicht mehr unter der Leitung von Irmgard Luisser, die die KRAGES einvernehmlich verlassen hat.

Für ihren jahrzehntelangen Einsatz und ihr Engagement, mit der sie das Brustgesundheitszentrum mit aufgebaut und zu dem entwickelt hat, was es heute ist, will man sich seitens der KRAGES bedanken. Dem Vernehmen nach, gab es zwischen der bisherigen Führung und der KRAGES unterschiedliche Auffassungen, was die zukünftige Ausrichtung des Hauses betrifft. Bestätigen wollte man dies seitens der KRAGES nicht.

Forderung nach mehr Ressourcen in der Gesundheitsversorgung

Mit Akos Kramos hat die Abteilung für Chirurgie einen neuen Standortleiter, mit Susanna Wagner eine neue Leiterin des Brustgesundheitszentrums.

Der Abgang von Luisser, mit der sich auch weitere Ärzte von der Abteilung für Chirurgie aus dem Spital verabschiedet haben, sorgt für politischen Wirbel. Die ÖVP spricht von „einem Kahlschlag der SPÖ-Alleinregierung, dramatischen Folgen für die Gesundheitsversorgung und einem weiteren Indiz der befürchteten Streichung des Brustgesundheitszentrums.“

„Landeshauptmann Doskozil muss damit aufhören, die Strukturen des Krankenhauses zu zerstören. Es braucht mehr Ressourcen in der Gesundheitsversorgung“, wettert VP-Bezirksparteiobmann Walter Temmel.

Sein Kollege, Bernd Strobl holt noch weiter aus: „Die ersten Geräte werden bereits abgebaut. Das hat schwerwiegende Folgen für unseren Bezirk.“ Güssings VP-Vizestadtchef Alois Mondschein fordert hingegen Bürgermeister Knor auf, sich einzusetzen „und nicht kommentarlos bei der Degradierung des Krankenhauses zuzuschauen.“

Stadtchef Vinzenz Knor (SP) spricht von niveaulosen und falschen Behauptungen, wie auch das Büro des Landeshauptmannes, wo man der VP ausrichten lässt, dass „das Brustgesundheitszentrum nicht nur abgesichert, sondern gestärkt wird, wie es im neuen Strukturplan verankert ist. Der ÖVP würde es gut zu Gesicht stehen, nicht ständig Falschmeldungen zu verbreiten, sondern klar zu stellen, warum sie noch vor einigen Jahren drei Spitäler zusperren wollte und seit 2020 fälschlicherweise behauptet, dass das Brustgesundheitszentrum in Gefahr ist.“

Brustgesundheitszentrum wird ausgebaut

Seitens der KRAGES zeigt sich Geschäftsführer Hubert Eisl von den Wortmeldungen der VP geschockt und spricht davon, dass „es völlig unangebracht ist, die Menschen mit falschen Behauptungen zu verunsichern.“

Das Brustgesundheitszentrum bleibe erhalten und soll unter der neuen Leitung sogar ausgebaut werden. Zur zukünftigen Ausrichtung des Spitals, welches den Fokus auf elektive Eingriffe richten wird und in intensiver Kooperation mit dem Standort Oberwart geführt wird, weist man darauf hin, dass die im Herbst kommende Akutgeriatrie und Remobilisierung auch ein Zusatzangebot für die ältere Generation ist.

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