Gemeindeamt: Mehrheit will Plan Neubau

Erstellt am 01. März 2022 | 05:09
Lesezeit: 2 Min
Gemeindeamt Kukmirn
Dem in die Jahre gekommenen Bau geht es bald an den Kragen. Umfassende Sanierung oder ebenerdiges, neues Gemeindezentrum ist die Frage.
Foto: zVg
Die Bürgerliste Kukmirn wollte das Projekt Gemeindeamt abbrechen.
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Bei der letzten Gemeinderatssitzung im Ortsteil Eisenhüttl im Feuerwehrhaus ging es im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Ein Tagesordnungspunkt behandelte die weitere Vorgehensweise des Kukmirner Gemeindeamts.

Wie die BVZ berichtete , steht eine Sanierung oder ein Neubau des Gebäudes zur Debatte, nachdem die Projektentwicklung Burgenland (PEB) beide Möglichkeiten evaluierte und eine Kostenaufstellung beider Varianten anfertigte.

Diese Aufstellung präsentierte Bürgermeister Werner Kemetter in der Sitzung. „Eine Generalsanierung würde etwa 2,7 Millionen Euro kosten, der Abbruch und Neubau des Gebäudes käme auf insgesamt rund 2,4 Millionen Euro. Seitens der Aufsichtsbehörde des Landes haben wir ein Schreiben bekommen, dass das Vorhaben aus finanzieller Sicht bei beiden Varianten kein Problem wäre und wir dadurch auch nicht eingeschränkt werden bei anderen Projekten. Auf 25 Jahre können wir mit einer Belastung von 100.000 bis 120.000 Euro rechnen.“

Nachdem der Bürgermeister das Projekt in seinem gesamten Umfang präsentierte und zur Diskussion bat, antwortete Bürgerliste-BMK Vizebürgermeister Klaus Kroboth kurz und bündig: „Die Wahrheit wird irgendwo in der Mitte bei 2,5 Millionen liegen. Und da der nächste Gemeinderat die kommenden 25 Jahre zusätzlich mit 100.000 Euro belastet wird, sind wir (BMK) der Meinung, dass dieser Punkt vertagt werden müsse und der nächste Gemeinderat beschließen soll.“

Kemetter daraufhin: „Ohne auf weitere Berechnungen einzugehen? Das Projekt jetzt einfach so abbrechen? Das sind bis jetzt immer noch reine Schätzkosten.“

In der hitzigen Diskussion ergriff auch SPÖ-Gemeindevorstand Margot Bösenhofer das Wort: „Solche Pläne gibt es schon seit 2005 und seither wurde das nur weitergeschoben von Periode zu Periode. Wir sind ein Kremium, das entscheidet und nicht weiterschieben soll.“ Der Antrag der Bürgerliste auf Vertagung wurde abgelehnt, mit der SPÖ-ÖVP Mehrheit wird nun die Planvariante Neubau weiterverfolgt – „das ist nur der nächste Schritt in dem Plan“, sagt Kemetter.

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