Platzmangel im Kindergarten. Der Kukmirner Kindergarten platzt aus allen Nähten. Drei Kinder mussten sogar nach Gerersdorf abgewiesen werden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 13. März 2019 (04:29)
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Symbolbild

Knapp 70 Kindergartenplätze braucht die Gemeinde Kukmirn in den nächsten fünf Jahren, um jedem Krippen- und Kindergartenkind Betreuung bieten zu können.

Aktuell gibt es den Platz allerdings nicht, was die Gemeinde vor große Herausforderungen stellt. Durch zahlreiche Zuzüge — alleine in den letzten Wochen sind sieben Kinder in den Ort gezogen — „ist es derzeit nicht möglich, alle Kinder im gemeindeeigenen Kindergarten unterzubringen“, erklärt Bürgermeister Werner Kemetter.

Der Kindergarten platzt aus allen Nähten, „wir haben mit 63 Kindern so viele, wie noch nie“, so Kemetter. Drei Kinder mussten jetzt in den Kindergarten nach Gerersdorf geschickt werden. „Wir haben hier in Kooperation mit dem Land und dem Kindergarten Gerersdorf diese Vereinbarung treffen müssen“, erklärt der Ortschef.

Ist es derzeit nicht möglich, alle Kinder im gemeindeeigenen Kindergarten unterzubringen?

Aktuell gibt es drei Gruppen im Kindergarten, wovon zwei regulär sind und eine Gruppe aufgrund der großen Kinderanzahl zusätzlich als provisorische Gruppe, mit nur zwölf Kindern, installiert werden musste. Die Genehmigung dafür gibt es bis Ende des Schuljahres. „Unser Wunsch ist es jetzt, dass die Gruppe zu einer regulären Gruppe wird, damit wir bis zu 25 Kinder dort betreuen können, dann müssten wir auch keine Kinder abweisen“, weiß Kemetter.

Dafür muss die Gemeinde aber in die Infrastruktur investieren. Um bis zu 100.000 Euro soll die Mehrzweckhalle, die ohnehin seit vielen Jahren sanierungsbedürftig ist, renoviert und ausgebaut werden, um zusätzlichen Platz zu schaffen. „Der Kredit ist genehmigt, der Architekt plan bereits. Wir hoffen, dass wir auch noch aus Mitteln der Dorferneuerung zusätzliche Mittel lukrieren können, um den Umbau zu stemmen“, meint der Ortschef.

Auch auf die Volksschule Kukmirn schlagen sich die Zuzüge positiv nieder. Ab Herbst wird der Schulstandort dreiklassig geführt. Die Volksschule Limbach bleibt vorerst einklassig.