Millionen Euro an Wertschöpfung durch Ausbau. Am Sonntag findet im Bezirk Güssing die Volksbefragung zum Kulturstandort Güssing statt. Sowohl die Sanierung des bestehenden Kulturzentrums (KUZ) als auch der Ausbau der Burg Güssing würden Millionen Euro an Wertschöpfung auslösen. Das zeigt eine am Montag von Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner (SPÖ) präsentierte Studie von Joanneum Research.

Von APA / BVZ.at. Erstellt am 21. Juni 2021 (10:54)
Kulturstandort Güssing
Andreas Niederl, Studienleiter Joanneum Research, Landesrat Heinrich Dorner und Gerald Goger, Geschäftsführer Landesimmobilien Burgenland, präsentierten eine Wertschöpfungsstudie zum Kulturstandort Güssing
Bgld. Landesmedienservice

Die vorgesehenen Mittel für den Kulturstandort würden die Wirtschaft in der Region beleben. Allein in der Bauphase würde die Modernisierung des KUZ 210 Arbeitsplätze in Österreich sichern oder schaffen; der Ausbau der Burg wiederum 220 Arbeitsplätze allein im Burgenland und weitere 260 in Österreich, erklärte Studienleiter Andreas Niederl.

Für die geplanten Optionen sind Investitionen zwischen 20 Mio. Euro für das KUZ und 55 Mio. Euro für die Burg veranschlagt. Im Falle des Kulturzentrums rechnet Niederl mit einer Bruttowertschöpfung von 7,1 Mio. Euro im Burgenland. Die gesamte Bruttowertschöpfung in Österreich beträgt 17,1 Mio. Euro. Mit Vorleistungen wie Energie und Rohstoffen komme man auf 36,7 Mio. Euro Bruttoproduktionswert.

Kulturstandort Güssing
Landesrat Heinrich Dorner
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Bei der Option Burg fällt die Wertschöpfung noch höher aus. Die Investitionen von bis zu 55 Mio. Euro würden eine Bruttowertschöpfung von 16,9 Mio. Euro für burgenländische Firmen auslösen. Für Österreich liegt die Wertschöpfung bei 39,8 Mio. Euro und inklusive Vorleistungen ergibt sich ein Umsatzwert von 86,8 Mio. Euro. Landesrat Dorner erklärte dazu: "Die vorliegende Studie zeigt, dass das Bauvorhaben der Landesimmobilien Burgenland in Güssing wesentlich zur Stärkung der lokalen und regionalen Bauwirtschaft beiträgt und das Potenzial hat, neue Arbeitsplätze im Südburgenland zu schaffen."