Rekordniveau für die SPÖ im Bezirk Güssing. Die Kandidatur von Doskozil beschert der Bezirks-SPÖ ein Rekordergebnis, mit dem keiner so wirklich gerechnet hat.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 29. Januar 2020 (04:30)
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Im SPÖ-Bezirksbüro Güssing fieberten Landtagspräsidentin Verena Dunst und Bezirksgeschäftsführer Patrick Hafner den ersten Auswertungen entgegen. Schon bei den ersten Listen aus den Gemeinden kam hier Jubelstimmung auf.
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Die Landtagswahlen 2015 boten für die beiden großen Parteien SPÖ und ÖVP wenig Grund zum Jubeln. Beide verloren damals an Prozenten SPÖ (-4,6 %, ÖVP -8,8 %). 2020 zeichnen die Zahlen ein deutlich differenziertes Bild: die SPÖ legt 8,10 Prozent zu, die ÖVP verliert diesmal nur gering, ein Minus von 0,45 Prozent steht abschließend unter dem Ergebnis. Die FPÖ verliert diesmal deutlich an Wählern (-5,74 Prozent), 2015 gab es hier ein dickes Plus von 7,6 Prozent. Die Grünen legen marginal zu und kommen von 5,2 Prozent 2015 auf 5,7 Prozent. Das Bündnis Liste Burgenland (LBL) fällt von 3 Prozent auf 0,7 Prozent und die Neos verzeichnen einen geringen Zuwachs von 0,27 Prozent und kommen so auf 2,1 Prozent der Stimmen im Bezirk.

Große Freude bei SPÖ, ÖVP ist nicht zufrieden

Landtagspräsidentin Verena Dunst freut sich über das herausragende Ergebnis im Bezirk: „Wir sind im strukturell eher ÖVP-lastigen Bezirk Güssing wieder Nummer 1. Das ist auf die hervorragende Arbeit zurückzuführen, die auch in den Ortsparteien geleistet wird. Es freut mich, dass wir gemeinsam mit Landeshauptmann Hans Peter Doskozil 48 % der Stimmen erreicht haben.“ Verena Dunst konnte im Wahlkreis Güssing außerdem 3.606 Vorzugsstimmen verzeichnen.

Landtagsabgeordneter Walter Temmel von der ÖVP ist mit dem Ergebnis der Landtagswahlen nicht bedingungslos glücklich: „Mit meinen Vorzugsstimmen bin ich sehr zufrieden, das ganze Team hat den Wahlkampf sehr motiviert bestritten. Obwohl wir sehr wichtige Themen angesprochen haben, hat das scheinbar die Themen vom Landeshauptmann Hans Peter Doskozil nicht überdecken können. Ich werde weiterhin die Anliegen der Menschen unseres Bezirkes als Sprachrohr in Eisenstadt vertreten.“

Die Grünen schaffen im Bezirk wenig Reichweite: „Aus Grüner Sicht ist das Ergebnis enttäuschend“, fasst Philipp Novakovits zusammen, „das Ergebnis in Neuberg, ein Plus von 4,69 Prozent, freut mich aber sehr. Das ist der höchste landesweite Gewinn in einer Gemeinde.“

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