Bioprodukte sind sehr gefragt

Durch die vom Land ausgerufene Bio-Wende ergeben sich auch für die Landwirtschaftliche Fachschule mehr Chancen.

Dorothea  Müllner-Frühwirth
Dorothea Müllner-Frühwirth Erstellt am 24. Juli 2019 | 04:20
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Angela Pail, Landtagspräsidentin Verena Dunst, Landesrätin Astrid Eisenkopf und Ida Traupmann bei der Pressekonferenz.
Foto: DMF

„Ich bin davon überzeugt, dass der Trend weiter geht“, zeigt sich Landtagspräsidentin Verena Dunst optimistisch, dass das Umdenken in Richtung biologische Landwirtschaft auch zukünftig bei den Menschen eine große Rolle spielt. Das Land möchte zum Bio-Vorzeigeland werden und hat ein Zwölf-Punkte Programm präsentiert, das nun auch Schritt für Schritt umgesetzt werden soll.

Aufwertung für Fachschule

Die Landwirtschaftliche Fachschule ist damit zu einer Vorzeigeschule in ganz Österreich geworden. Die Anbauflächen wurden nach einer Änderung im LFS-Schulgesetz zu 100 Prozent auf Bio umgestellt. Weiter wurde der Standort Güssing durch die Verlagerung der Sparte Obstbau aus Eisenstadt gestärkt, denn mit Kukmirn in der Region, hat die Schule die größte Obstbaugemeinde des Burgenlands gleich nebenan.

„Die Landwirtschaftliche Fachschule in Güssing ist bei der Bio-Wende ein wichtiger Partner und vor allem Vorzeigeprojekt, denn die Schule wird seit 2012 zu 100 Prozent biologisch geführt“, freut sich Landesrätin Astrid Eisenkopf über die gelungene Umsetzung. Eine besondere Aufgabe gibt es ab Herbst für die LFS Güssing: sie wird ab Herbst Bio-Fleisch und Bio-Wurstwaren an das Buffet ins Landhaus nach Eisenstadt liefern.

Stärkung auch für kleine Betriebe

Für die Bio-Wende nimmt das Land Burgenland auch einiges an Geld in die Hand: die Betriebe können seit dem 1. Juli um Förderungen ansuchen. Dabei kann jeder Betrieb mit bis zu 15.000 Euro gefördert werden, unabhängig von seiner Größe.

„Es gilt, innovative Unternehmen und kleinstrukturierte landwirtschaftliche Betriebe nachhaltig zu unterstützen. In dieser Hinsicht sind wir mit der Bio-Wende auf einem guten Weg. Auf diesem Weg kann der weltweit umgreifende Strukturwandel zugunsten kleinstrukturierter bäuerlicher Betriebe verlangsamt werden. Mein Dank gilt daher Landesrätin Astrid Eisenkopf, die mit dem 12-Punkte-Programm wichtige und richtige Schritte setzt und allen kleinen Betrieben, die anstatt zuzusperren, die Veränderungen der Moderne als Chance begreifen – durch Innovation und mittels BIO-Landwirtschaft in eine erfolg- und ertragreiche Zukunft gehen“, erklärt Landtagspräsidentin Verena Dunst.

Die gesamte Biofläche des Burgenlandes liegt bei 63.000 Hektar. Im Bezirk Güssing sind dies stolze 25 Prozent. 112 Bio Betriebe und zwei Teilbetriebe sorgen derzeit schon für frische und gesunde Produkte. Erstmals wird das Land in diesem Jahr auch einen Bio-Innovationspreis ausschreiben, um die Umstellung für die Betriebe noch weiter zu attraktivieren.