Mehr Raum für seltene Eule

Erstellt am 31. Mai 2022 | 05:19
Lesezeit: 2 Min
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Vor wenigen Tagen fand für interessierte Bürger eine Begehung des Zwergohreulen-Brutgebietes in Limbach statt. Der nächste Termin ist am 21. Mai.
Foto: Krenn
Der Schutz der bedrohten Zwergohreule ist wichtig. Neues Förderprogramm für Bauern bietet mehr Möglichkeiten, um einen Beitrag zu leisten.
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Die Zwergohreule ist ein äußerst seltener Brutvogel und mit 20 cm Größe nicht nur der kleinste Europas, sondern auch akut vom Aussterben bedroht. In Österreich sind nur mehr vier größere Brutvorkommen bekannt; eines davon befindet sich in und rund um Limbach, wo etwa 14 Kleinreviere eruiert werden konnten.

BirdLife Österreich, der Burgenländische Naturschutzbund, die ARGE Streuobstwiesen und die Naturschutzabteilung des Landes versuchen im Rahmen eines EU-geförderten Projektes seit zwei Jahren den Lebensraum der Zwergohreule zu retten.

Viele Limbacher, allen voran Eigentümer von alten Streuobstwiesen und Bäumen, beteiligen sich aktiv an der Rettung der Zwergohreule. Sie lassen alte Bäume mit Bruthöhlen stehen und schneiden sie nicht um.

Zusätzlich hat Daniel Leopoldsberger, ein Zwergohreulen-Spezialist von BirdLife Österreich, mittlerweile im Kernverbreitungsgebiet zahlreiche spezielle Nistkästen aufgehängt. Christian Holler, von der ARGE Streuobstwiesen, bietet zusätzlich eigene Baumschnittkurse für Interessierte an und selbst für Landwirte gibt es ein neues, eigenes Förderprogramm.

„Für spezielle ÖPUL-Naturschutzmaßnahmen gibt es in Limbach und Umgebung zusätzliche Förderungen“, informiert Brigitte Gerger vom Verein BERTA. Da die Zwergohreule unter Vogelfreunden mittlerweile großes Interesse hervorgerufen hat, finden im Sommer in Limbach immer wieder geführte Exkursionen statt. Der nächste Termin ist der 21. Mai, Treffpunkt 19.30 Uhr vor dem Limbacherhof.

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