Schutz für Opfer

Nach Eisenstadt und Oberwart wird es ab 2017 auch eine Opferschutzgruppe im Landeskrankenhaus Güssing geben.

BVZ Redaktion Erstellt am 16. Dezember 2016 | 05:19
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Robert Maurer, Isabel Bernhardt, Margit Plainer, Gabriele Arenberger, Verena Dunst, Norbert Darabos, Michaela Wagner (v.l.).
Foto: BVZ

In Kooperation mit dem Frauenhaus Burgenland wurde in den beiden Krankenhäusern Eisenstadt und Oberwart eine Opferschutzgruppe eingerichtet, ab 2017 soll es diese auch im Güssinger Spital geben.

„Jede vierte Frau wird mindestens einmal im Leben Opfer häuslicher Gewalt durch ihren Partner. Angesichts der weitreichenden psychischen und körperlichen Auswirkungen ist Gewalt gegen Frauen und Kinder ein ernstes gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem“, stellte Gesundheitslandesrat Norbert Darabos (SPÖ) bei der Präsentation des Projekts fest. Unterstützung erhielt er von Landesrätin Verena Dunst (SPÖ): „2015 hat es im Burgenland 171 Wegweisungen nach dem Gewaltschutzgesetz gegeben und im Gewaltschutzzentrum wurden 556 Opfer betreut, drei Viertel sind Frauen.“

Ziel der Opferschutzgruppen ist, den Schutz von Opfern im Gesundheitssystem zu verbessern. 60 Krages-Mitarbeiter wurden bereits geschult und Richtlinien ausgearbeitet. Wichtig ist etwa eine genaue, vom Gericht verwertbare Dokumentation. Auf Wunsch wird für die Opfer häuslicher Gewalt Kontakt mit dem Frauenhaus aufgenommen. „Ab 2017 soll Opferschutz in allen Landeskrankenhäusern verankert sein“, verspricht Darabos.