Massentests: Güssing ist das Schlusslicht

Im Bezirk Güssing ließen sich 5.219 Personen (20,3 Prozent) testen. Im Bezirk Jennersdorf waren es 4.014 Personen (23,5 Prozent).

Erstellt am 17. Dezember 2020 | 06:02

Der Bezirk Güssing ist rund 20,3 Prozent jener Bezirk, der im Burgenlandvergleich die geringste Testquote nach sechs Tagen Massenstest hervorbringt. Insgesamt kamen zu den zwei fixen Teststationen in der Mehrzweckhalle Olbendorf und dem Aktivpark Güssing sowie dem Test-Bus in Moschendorf 5.219 Personen. Was aufgefallen ist, der Andrang war am ersten Testtag am höchsten, zu lange Wartezeiten kam es laut Auskunft der Ortschef nirgends (siehe Stimmen unten).

Die Testungen hätten sowohl bei den Fixstationen, als auch den mobilen Einrichtungen gut funktioniert, so die Bilanz der Bürgermeister, die sich aber deutlich mehr Zulauf erwartet hätten. Ein Grund könnte, so Moschendorfs Ortschef Werner Laky, die „alte“ Bevölkerung sein. „Die Organisation war top, da will ich nicht daran rütteln, aber es gibt im Bezirk schon viele alte Menschen, die Null Kontakte haben. Da ist die Bereitschaft, an einem Test teilzunehmen nicht so groß“, versucht Laky zu begründen. Dass es zu wenige Teststraßen im Bezirk waren, will er nicht gelten lassen. Ebenso wie Olbendorfs Ortschef Wolfgang Sodl: „Ich denke, dass der Bezirk mit drei Teststationen gut abgedeckt war“, ist Sodl überzeugt. Kritik kam hier vom Ollersdorfer Ortschef Bernd Strobl, der sich ein Testangebot in allen Gemeinden gewünscht hätte.

Was auch auffällt, die Zahl der positiv Getesteten im Bezirk Güssing ist mit 0,27 Prozent (14 Personen) im Burgenlandvergleich der höchste Wert.

Im Bezirk Jennnersdorf war die Testbereitschaft hingegen größer, als im Bezirk Güssing, auch wenn sich so mancher Bürgermeister (siehe Stimmen) mehr Zulauf gewünscht hätte. 4.014 Personen (23,5 Prozent) ließen sich im Bezirk Jennersdorf testen, 9 davon (0,22 Prozent) bekamen ein positives Ergebnis. Die Teststraßen bleiben in allen Gemeinden, in denen bereits getestet wurde, vorläufig stehen. Von 8. bis 11. Jänner sind weitere Massentests für die Bevölkerung anvisiert. Fix hingegen sind bereits die Testungen von Lehrern und Schülern, die erst verspätet, nämlich am 11. Jänner wieder mit dem Unterricht nach den Weihnachtsferien starten.