2019 Start für Innovationslabor „act4.energy“. Die Herausforderungen, vor denen das Projekt steht, sind vielfältig. Die Forschung soll auf den Boden gebracht werden.

Von Carina Fenz. Erstellt am 19. Dezember 2018 (03:39)
BVZ
Schmuckstück. Im Anschluss an den Bauhof Stegersbach wird das Innovationslabor „act4.energy“ errichtet.

Wie die BVZ berichtete haben sich im heurigen Frühjahr zehn Gemeinden zusammengetan und das Innovationslabor „act4.energy“ aus der Taufe gehoben. Unterstützung kommt jetzt auch von unzähligen Kooperationspartnern – darunter Siemens, das Austrian Institute of Technology und das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

Baustart für das Zukunftsprojekt (siehe Bild) ist für das kommende Jahr geplant. Konkret geforscht wird etwa an der gebäudeübergreifenden Nutzung von Solarstrom, Datenaustausch mit Blockchain-Technologie und wasserstoffgebundenem Schienenverkehr. „In der Region haben die Gemeinden bewiesen, dass die Technologie funktioniert, das hat die Bevölkerung mitgenommen“, sagt Initiator Andreas Schneemann, dem es nicht um Autarkie geht. „Es geht darum, lokal erzeugte Energie vor Ort zu verbrauchen und in einen Kreislauf mit verschiedenen Speicherlösungen einzubetten, damit Energie dann da ist, wenn sie gebraucht wird.“

Es ist dabei egal, ob die Energie von der Sonne, aus Wind, von Kleinwasserkraftwerken oder Biomasseanlagen kommt. Eine Möglichkeit wären etwa lokale Wasserstoffspeicher, die im Sommer dezentral gewonnene Energie in Wasserstoff umwandeln, der dann im sonnenarmen Winter Energie liefert. Etwa für das Laden seines E-Autos, das vielleicht schon bald an jeder Laterne möglich sein wird.