Inzenhof: Miniaturdorf im Dorf

Nichts bleibt vor dem passionierten Modellbauer Josef Wolf verschont; nicht die alte ‚Texas-Bar‘ und auch nicht die Burg.

Erstellt am 28. November 2021 | 05:32
Lesezeit: 2 Min

„Ich wollt‘ auch was zum Jubiläum des Burgenlandes beitragen“ – und das ist dem 71-jährigen Inzenhofer Josef Wolf bestens gelungen. Der Modellbauer hat im Mai 2020 damit begonnen, die Burg Güssing nachzubauen. „Meine Fotos von der Burg hab ich leider verloren, aber Gilbert Lang hat mir welche zur Verfügung gestellt, somit war das Nachbauen kein Problem mehr“, erzählt der pensionierte Mechaniker und Baggerfahrer mit einer Passion für Modellbau seit 1975.

„Wenn ich am Haus grad nichts gemacht hab, kam das Modellhaus wieder dran“Josef Wolf

Daraus entstanden sind bis heute über 90 Modelle verschiedenster Art, alle in seinem Garten. Wie alles begonnen hat? „Wie wir hierher gezogen sind, war das eine Gstettn, da bin ich einmal sogar mit dem Rasenmähertraktor runtergefallen. Da hat einfach eine bessere Verwendung für den Teil vom Garten hermüssen. So war es, dass ich das erste Modellhaus gebaut hab, während wir unser Wohnhaus gebaut haben; gleichzeitig ging das. Wenn ich am Haus grad nichts gemacht hab, kam das Modellhaus wieder dran“, erzählt er von seinem Hobby mit viel Liebe für Details.

„Insgesamt sind es sieben Burgen, drei Teiche, 13 Wassermühlen, 23 Windräder und sicher über 50 kleine Häuschen.“ Josef Wolf

Nachgebaut hat er schon so ziemlich alles: Das eigene Haus, das Elternhaus der Frau, das der Großeltern, die Schule, das Kaufhaus: so, wie es früher war. Josef Wolf zählt auf: „Letztens hab ich erst wieder durchgezählt; insgesamt sind es sieben Burgen, drei Teiche, 13 Wassermühlen, 23 Windräder und sicher über 50 kleine Häuschen. Oft kommen auch Leute und schauen sich das an, von Oberösterreich kommen viele zum Besichtigen.“ Die von ihm verwendeten Materialien sind Beton, Holz, Styropor, Dachschindeln. Hilft die Frau auch mit? „Meine Frau pflanzt die Blumen dazwischen“, lacht er.