Marco Prinner: „Es sollte normal sein, ‚anders‘zu sein"

Mit seiner neuen Single „Jeden Tag“ meldet sich der ehemalige Gewinner von „BVZ sucht das größte Talent“ Marco Prinner zurück.

BVZ Redaktion Erstellt am 16. September 2021 | 05:07
Marco Prinner
Ein Herz für seine ‚Plumis‘. „Ich finde es so unpersönlich, Leute, die meine Musik jeden Tag begleitet, die mir Nachrichten schreiben, das verfolgen und schätzen was ich tue, einfach nur plump meine Fans zu nennen. Das sind meine Plumis!“, erzählt er mit leuchtenden Augen.
Foto: Silke Katschner

Marco Prinner – der österreichischen DeutschRock/Pop- Welt ist der 24-jährige Burgauberger mittlerweile ein Begriff. Ihn werden viele nicht nur von „Starmania 21“ kennen, sondern auch von seiner Band „PlusMinus“. Warum er jetzt nur noch „Plus“ ist, den Duden konsultiert, um so manche Sinnesfragen zu klären und worauf wir 2022 gespannt sein dürfen, erzählt er im Gespräch mit der BVZ.

BVZ: Marco, du hast wieder ein neues Lied veröffentlicht! Warum diesmal als „Plus“?

Marco Prinner: „Ja, seit Ende Juli läuft „Jeden Tag“ jetzt im Radio. In der Coronazeit hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Soll ich mir doch einen ‚normalen’ Job suchen, brauche ich Veränderung, was mache ich überhaupt? *lacht*. Mein Kollege und ich haben uns dazu entschieden, ‚PlusMinus‘ in der Form aufzulösen; ich mache jetzt mit ‚Plus‘ als meinem ersten wirklichen Soloprojekt weiter! Gleichzeitig sagte ich aber auch, dass da immer noch Platz für das ‚Minus‘ ist...“

BVZ: Dann hast du jetzt bestimmt einiges vor.

Marco: „Oh ja! Ich hab die Zeit genutzt und echt viele Songs geschrieben. Man wird so schnell abgestempelt, wenn man gegen die Norm, was die Gesellschaft als ‚normal’ versteht, verstößt. Warum ist das so? Mit dieser Frage habe ich mich lange auseinandergesetzt, ja sogar einen Duden hergenommen und geschaut, was die Definition von ‚normal‘ ist. Im Endeffekt kam ich zu dem Schluss, dass es doch einfach normal sein sollte, so zu sein, wie man eben ist. Nachdem ich von so vielen Ecken bestätigt wurde in dem, was ich tue und an meine Fähigkeiten glaube, wusste ich: Jetzt oder nie mehr! Ich habe ein Riesenprojekt für nächstes Jahr geplant“.

BVZ: Womit können wir mit „Plus“ noch rechnen?

Marco: „Im Sommer/Herbst 2022 soll mein Album erscheinen. Der Titel wird in die Richtung „Anders sein ist ok“ gehen und auch Thema des Albums sein. Anpassung hat mich immer irgendwie belastet, und das ist nämlich genau die Geschichte, die mich schon mein Leben lang begleitet. Der Release-Termin für meinen nächsten Song steht auch schon fest. Anfang November kommt die bis dato ‚intimste‘ Nummer mit dem Titel ‚Manchmal‘ heraus. Er handelt davon, wie ergreifend es sein kann, jemanden zu finden, der dich liebt, wie du bist – mit allen Ecken und Kanten“.

BVZ: Klingt sehr schön. Seit wann bist du hauptberuflich Musiker?

Marco: „Jetzt schon seit Ende Juni 2019. Aber tatsächlich feiere ich mit meinen 24 Jahren nächstes Jahr bereits mein 15-jähriges Bühnenjubiläum. Mein Vater, der auch Musiker ist, hat mich schon mit neun Jahren auf die Bühne gestellt und mich was singen lassen“ *grinst*.

BVZ: Was ist dein größter Traum?

Marco: Ich will auf den Bühnen dieser Welt meine Lieder singen.

Interview: Silke Katschner