Tageszentrum für Senioren soll in Stinatz entstehen

Um auch Menschen im fortgeschrittenem Alter einen aktiven und abwechslungsreichen Lebensalltag zu ermöglichen, soll ein Seniorentagszentrum gebaut werden.

Erstellt am 04. März 2020 | 05:26
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Bürgermeister Andreas Grandits setzt sich seit langem für den Bau ein und sieht dem Projekt positiv entgegen.
Foto: zVg

In absehbarer Zukunft sollen ein neues Seniorentageszentrum und betreute Wohneinheiten in Stinatz entstehen. Dahinter stehen die OSG und das Land Burgenland, die die Bestrebungen der Gemeinde umsetzen wollen. Bereits im Sommer 2018 hat der Sozialverein „SOLIDAGO“ die Betreuungssituation erhoben.

Betreuung für die älteren Bürger wichtig

Das Projekt in der Gemeinde Stinatz, das vom Land Burgenland als Förderstelle unterstützt wird, stellt eine Erweiterung der Versorgungsregion Oberwart/Güssing/Jennersdorf dar. Bis 2021 soll diese von 82 auf 115 Plätze und bis 2030 auf 129 Plätze ausgebaut werden.

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Soziallandesrat Christian Illedits, OSG-Obmann Alfred Kollar und Vizebürgermeister Josef Kreitzer haben das zu bebauende Grundstück besichtigt.
Büro Illedits

„Es stimmt mich sehr positiv, dass Projekte schnell und effizient durchgeführt werden und alle – Vereine, Gemeinden und Land – an einem Strang ziehen, um den Betreuungsbedarf unserer älteren Generation zu decken,“ zeigte sich Landesrat Christian Illedits bei einem Lokalaugenschein erfreut.

In selbe Horn stößt auch Bürgermeister Andreas Grandits (ÖVP), der sich schon lange mit dem Projekt beschäftigt und über die Umsetzung sehr erfreut ist: „Das Projekt ist sehr positiv für uns als Gemeinde. Es ist für die ältere Generation wichtig, verschiedene Möglichkeiten zu haben, um im eigenen Ort alt zu werden.“

Volkshilfe als Partner gewonnen

Neben der OSG, die als Bauherr auftritt und bereits ein Grundstück angekauft hat, wurde die Volkshilfe als Partner gewonnen. Die teilstationären Einrichtungen der Seniorentagesbetreuung bieten halb- und ganztägige Aufenthalte, können aber auch stundenweise genutzt werden. Es gibt aktivierende Angebote wie Bewegungsgruppen, kreative Tätigkeiten wie Malen und Musizieren und gemeinsame Mahlzeiten im Tagesablauf. Dieses Angebot unterstützt ältere Personen darin, ihre Tage zu strukturieren, soziale Kontakte zu knüpfen, erhalten und möglichst lange physisch wie psychisch aktiv zu bleiben. „Die wohnortnahe Betreuung ist uns ein besonderes Anliegen. Somit freut es mich sehr, dass wir ein weiteres Angebot schaffen. Alle Betroffenen sollen jenes Angebot erhalten, dass in der jeweiligen Situation vonnöten ist,“ betont Illedits.

Bis zu acht Wohnungen in erstem Schritt

In einem ersten Schritt werden sechs bis acht betreute Wohnungen errichtet, rund zehn Plätze sind für die Tagesbetreuung vorgesehen. „Läuft alles nach Plan, kann mit dem Bau, der rund ein Jahr dauert, im Sommer begonnen werden“, erklärt OSG-Chef Alfred Kollar, der auch einen zweiten Bauabschnitt mit weiteren Wohneinheiten ankündigt.