Gratis Eintritt für Güssinger Freibad gefordert. Vizebürgermeister Mondschein fordert kostenlosen Eintritt ins Freibad, um die Stadt wieder zu beleben. Stadtchef Knor: „Preise wurden auch von der ÖVP mitbeschlossen.“

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 04. Juni 2020 (03:52)
Symbolbild
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 „Anpacken statt jammern“, hat Vizebürgermeister Alois Mondschein als Devise für die kommenden Wochen ausgegeben. „Wir müssen Aktivitäten setzten, statt uns dem Schicksal zu ergeben“, sagt Mondschein und meint damit, die Auswirkungen der Coronakrise, die vor allem in finanzieller Hinsicht für Gemeinden spürbar sind. „Die zahlreichen Absagen von Veranstaltungen sorgen dafür, dass viel weniger Gäste nach Güssing kommen. Ich fordere für die Badesaison 2020 gratis Eintritt für alle im Güssinger Freibad. Weiters fordere ich, dass für die heurige Gastgartensaison allen Güssinger Gastronomen die Miete erlassen wird. So profitieren alle Güssinger und auch die Gastronomen“, verlautbart Mondschein seine neuesten Ideen.

Güssing-Pass, um Kaufkraft zu stärken

Gleichzeitig will er einen „Güssing-Pass“, um Wirtschaft und Tourismus zu stärken. Gäste aus Nah und Fern sollen so motiviert werden, die Besonderheiten der Stadt kennenzulernen. „Wer sich bei allen Stationen einen Stempel geholt hat, soll von der Stadt einen zehn Euro-Gutschein der Güssinger Wirtschaft für einen Einkauf in Güssing bekommen und am Ende der Aktion im September an einem großen Gewinnspiel teilnehmen. Dieser Pass soll aber nicht nur Gäste anlocken, sondern auch die Güssinger motivieren, die Schönheit der Stadt und ihrer Ortsteile neu zu erleben“, führt Mondschein aus. „Gerade die Krise der letzten Wochen hat uns gezeigt, dass der Besuch eines gepflegten Kleinods mehr Erlebnis sein kann als das Hetzen von einem Riesenevent zum anderen. „Die Finanzierung dieser Aktionen, kann kein Problem sein. Von der von der Bundesregierung für Gemeinden zur Verfügung gestellte Milliarde würde die Gemeinde Güssing rund 380.000 Euro bekommen“, meint Mondschein. Bei Bürgermeister Vinzenz Knor sorgen die Ideen von Mondschein für Kopfschütteln: „Die Tarife im Freibad wurden einstimmig im Gemeinderat beschlossen, also auch mit jener Stimme von Mondschein und ohne ein Wort über diese Idee zu verlieren. Die Gastgärten waren im Mai kostenlos, aber gerade Gemeinden kommen in Zeiten wie diesen schlecht weg, weil Ertragsanteile und Kommunalsteuern fehlen. Da sollte man darüber nachdenken, wie man mit einem Haushalt wirtschaftlich umgeht und von der Inszenierungs- zur Realpolitik zurückkehren, gerne im Stadt- und Gemeinderat“, so Knor.