Bezirk Güssing: Pilotprojekt an vier Volksschulen. Nachdem in Neuberg neuromotorisches Lernen vorab getestet wurde, wird das Projekt auf drei weitere Schulen im Bezirk Güssing ausgeweitet.

Von Daniel Fenz. Erstellt am 01. Oktober 2020 (04:59)
Stellten das Projekt in Neuberg vor. Landesrätin Daniela Winkler, Gerhard Judmayer und Harald Ziniel (hinten v.r.) mit Kindern der Volksschulen.
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Eine Verbesserung der motorischen Grundeigenschaften, eine höhere Aufmerksamkeit durch gesteigerte Konzentration und bessere Motivation im Schulalltag: Das sind nur einige der positiven Konsequenzen, die sich durch eine neuromotorische Lernmethode erwarten lassen. Diplomsportlehrer Gerhard Judmayer hat die Methode „Neuromotorische Lernprozesse“ entwickelt und seit mehreren Jahren mit Kindern erprobt. Dabei werden die koordinativen Fähigkeiten mit kognitiven und visuellen Aufgaben trainiert. Neuromotorisches Lernen soll die Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessern.

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Landesrätin Daniela Winkler überzeugte sich selbst von der guten Qualität des Projektes und ist stolz darauf, dass in vier Pilotschulen im Bezirk Güssing in Neuberg, St. Michael, Güttenbach und Deutsch Tschantschendorf neun Stunden pro Woche durch die Klassenlehrer unterrichtet werden. Sie meinte dazu: „Das Burgenland ist als Bildungsland sehr erfolgreich und mit diesem Projekt einmal mehr richtungsweisend. Es geht nicht nur darum, dass Kinder fit und gesund sind. Es ist genauso wichtig, die Konzentration und Motivation zu erhalten oder sogar noch zu steigern“, sagte die Bildungslandesrätin.

Kinder werden geistig und körperlich gefördert

Harald Ziniel, Fachinspektor für Bewegung und Sport der Bildungsdirektion Burgenland, erkennt viele Ansatzpunkte, die das Projekt für die Bildungsdirektion so spannend und interessant machen: „Es handelt sich hier um eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Entwicklung unserer Schüler sowohl in geistiger als auch in körperlicher Hinsicht zu fördern.“

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Für ihn soll die Stärkung der körperlichen sowie der geistigen Leistungsfähigkeit gemeinsam und gleichzeitig erfolgen. Aus Sicht der Bildungsdirektion ist die Initiative der Bildungslandesrätin sehr zu begrüßen“, insbesondere, weil sie unterschiedliche Aspekte des Kosmos Schule und Bildung anspricht, uns neue Perspektiven ermöglicht und durchaus das Potenzial besitzen kann, neue Wege zu eröffnen.“ Und Projektleiter Judmayer erklärte abschließend: „Die Kernfrage in diesem Projekt ist, ob ein regelmäßiger Einsatz im Bewegungs- und Sportunterricht, in Verbindung mit anderen Unterrichtsgegenständen, die Konzentrationsleistung steigert und die motorischen Grundeigenschaften der Kinder verbessert.“