FC Blau-Weiß Stinatz: Loslegen angesagt!. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der „FC Blau-Weiß Stinatz“ zur Saison 2020/21 wieder in den Spielbetrieb integriert wird. Mit kleinen Zielen und einer gesunden, breiten Basis.

Von Patrick Bauer. Erstellt am 28. August 2019 (05:33)
Top-Kicker aus Stinatz. Ex-Hartberg-Akteur Philipp Siegl (l.) und sein Bruder Daniel, derzeit in Gleisdorf aktiv, lernten beim ASK Stinatz.
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Am 3. März 1960 wurde der ASKÖ Stinatz aus der Taufe gehoben, ehe im Sommer 2016 nach 56 Jahren Schluss war. Der Verein musste Konkurs anmelden und die ehemaligen Verantwortlichen wurden mit zu zahlenden Geldstrafen zur Verantwortung gezogen.

Jetzt, knapp drei Jahre später und der Vereinsauflösung des ASK, sieht vieles danach aus, als ob man in Kürze wieder mit einem Fußballklub in Stinatz rechnen dürfte. „Es gab im letzten halben Jahr immer wieder diverse Ansätze, aber jetzt ist es so, dass wir versuchen, den Verein aus der Taufe zu heben“, so Vize-Bürgermeister Josef Kreitzer.

Am 6. September, ab 20 Uhr, findet im Gasthaus Krcmarovi die erste von noch einigen Sitzungen statt, wo Kreitzer das Grob-Konzept samt Ausrichtung präsentieren wird. „Jeder Haushalt in Stinatz wird eingeladen, sich das anzuhören und vielleicht auch mitzuwirken. Wir müssen das Ganze aber vorsichtig angehen, wobei wir jetzt einmal den Infoabend abwarten“, sagte Kreitzer.

Der BFV würde einen Neustart begrüßen

30 Spieler müsse man beim Burgenländischen Fußballverband melden, dazu Fristen wie die Meldefrist bis zum 20. Mai einhalten, ehe man neu durchstarten könne. Derzeit zähle man laut Kreitzer „26 bis 28 Kicker“, wobei man noch die umliegenden Gemeinden „abgrasen“ wolle, um auf die nötige Spielerzahl zu kommen.

Treibende Kraft. Josef Kreitzer und viele Stinatzer wünschen sich eine Rückkehr des Klubs.
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Viele einheimische Kicker, die sich erst woanders versuchten, pausieren dieser Tage und würden gerne wieder der Kugel nachjagen. Zudem gibt es viele Stinatzer, die im besten Alter „auswärts“ kicken, sich aber ihr Karriereende bei ihrem Stammverein mehr als nur vorstellen könnten. Ganz weg war der Fußball in Stinatz sowieso nie, denn Ex-Stegersbach-Kicker Daniel Siegl und der jetzige SVS-Akteur Peter Zsifkovits hatten eine U6-Truppe, die nun zur U8 wird. Auch dort passiert etwas.

Von Verbandsseite nahm man das, sofern es passieren sollte, mit Freuden auf. BFV-Geschäftsstellenleiter Karl Schmidt: „Jeden Verein mehr, sehen wir positiv, auch weil es sich in den letzten Jahren immer in die andere Richtung entwickelte. Wir werden versuchen, ihnen bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wir würden uns freuen, wenn einem Fußballverein in Stinatz wieder Leben eingehaucht werde.“

Die Vorgaben sind laut Schmidt dabei recht klar definiert: „Die Aufnahmekriterien sind flach gehalten. 30 Kicker müssen bekannt gegeben werden und zudem braucht es eine kommissionierte Anlage.“

Vereinsname, der zwei Geschichten kennt

Das treffe alles zu. Als Obmann und Trainer würde im Fall der Fälle sehr wahrscheinlich Kreitzer selbst fungieren. „Ehrenamtlich“, erklärte er und schoss nach: „In den ersten vier Jahren läuft alles auf ehrenamtlicher Basis ab – jegliche Tätigkeit. Das war auch die Ursprungsidee eines Vereins.“

Bleibt nur noch die Frage nach dem Namen. Auch da hatte Kreitzer schon eine Erklärung parat: „FC ‚Blau-Weiß‘ Stinatz.“ Dieser kam von einem, der derzeit in Schlaining das Tor hütet und in Stinatz das Kicken lernte: „Alex Zsifkovits“, so Kreitzer, der ergänzte: „In Anlehnung an unsere Gemeindefarben und unser ÖFB-Cupspiel gegen Blau-Weiß Linz.“

2011 war das und endete mit einer 1:3-Niederlage. Jetzt sieht es nach einem Sieg aus.