Zloklikovits fährt ältestes Polizeiauto des Landes. Martin Zloklikovits fährt mit dem ältesten Polizeiauto des Landes Oldtimerrallyes.

Von Carina Fenz. Erstellt am 27. Juni 2019 (03:20)
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Vor knapp 20 Jahren entdeckte der Vater von Martin Zloklikovits einen Steyr-Puch 500 in einem Bauernhofstadl in der Steiermark. Der Güssinger Unternehmer hat das Auto knapp sechs Jahre restauriert und entdeckte dabei, dass es sich um das älteste Polizeifahrzeug des Burgenlandes handelt. Mittlerweile geht er damit bei den größten Oldtimerrallyes in Österreich an den Start.
 
Zloklikovits

In seinem „Brotjob“ ist Martin Zloklikovits Geschäftsführer der Energie Güssing und der Haustechnik. Seine Freizeit verbringt der Güssinger aber am liebsten in der Autowerkstatt und auf Oldtimerrennen. Diese Leidenschaft hat er von seinem Vater geerbt. „Ich hab bereits im Alter von sechs Jahren mein eigenes Go-Kart gebastelt und bin Kartrennen gefahren“, erzählt er im Gespräch mit der BVZ.

BVZ

Mittlerweile startet er bei den größten Oldtimerrallyes in Österreich, wie der Südsteiermark-Classik oder auch bald bei der Ennstal Classik. „2020 habe ich einen fixen Startplatz, vielleicht klappt das mit dem Start ja sogar schon heuer“, erklärt Martin Zloklikovits.

Immer mit dabei ist sein Steyr-Puch 500 aus dem Baujahr 1957, der mit einem 2-Zylinder-Boxermotor und bescheidenen 16 PS ausgestattet ist. Ein ganz besonderes Modell, denn „diese Autos waren zum Zeitpunkt der Herstellung nur für Behörden, wie der Gendarmerie und Feuerwehr zugelassen“, wie Zloklikovits weiß, dessen Vater das gute Stück vor über 20 Jahren in einem Bauernhofstadl in der Steiermark gefunden hat.

„Diese Autos waren zum Zeitpunkt der Herstellung nur für Behörden, wie der Gendarmerie und Feuerwehr zugelassen“,

Knapp sechs Jahre hat der Güssinger Unternehmer an dem Gefährt geschraubt und gebastelt, um es zu einem fahrtüchtigen Schmuckstück zu machen. „Im Zuge der Recherchen bin ich auch drauf gekommen, dass es sich bei meinem Puch um das älteste Behördenfahrzeug des Burgenlandes handelt“, erzählt Zloklikovits, der gerne mehr über das Leben seines mobilen Freundes wissen möchte.

„Es wäre schon interessant zu wissen, wer mit dem Auto früher gefahren ist oder wo es im Einsatz war“, hofft der Oldtimerfan auf Rückmeldungen aus der Bevölkerung.

Auch wenn der Puch schon 60 Jahre auf dem Buckel hat, das Blaulicht und auch Martinshorn sind noch immer voll funktionstüchtig. „Offiziell darf ich beides nicht nützen, aber mit dem Auto sorge ich auch so für Aufsehen bei den Rennen oder bei Ausfahrten mit der ganzen Familie“, erzählt Zloklikovits, der hinter seiner Leidenschaft immer den sportlichen Gedanken verfolgt. „Es geht um das ursprüngliche Autofahren und darum, sich mit anderen Oldtimerbegeisterten zu messen.“