Omikron-Welle trifft Spitäler ganz massiv

Erstellt am 17. März 2022 | 05:51
Lesezeit: 3 Min
Krankenhaus Spital Symbolbild
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Foto: Shutterstock.com, hxdbzxy
Die hohe Zahl an Neuinfektionen hat massive Auswirkungen. Die Ausfälle im Personal sind teilweise dramatisch. Viele geplante Operationen müssen in den Spitälern Oberwart und Güssing erneut verschoben werden. Die 1.000 geplanten Hüft- und Knie-Operationen will man trotzdem schaffen.
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Die Omikron-Variante des Corona-Virus trifft die Krankenhäuser ganz massiv. Zwar ist die Zahl der PatientInnen, die wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden müssen, nach wie vor stabil, wenn auch auf etwas höherem Niveau, dafür sind die Ausfälle beim Personal seit Wochen dramatisch hoch.

Der Personalengpass ist in nahezu allen Bereichen des Krankenhauses spürbar, heißt es seitens der KRAGES. Auch der Mangel an Anästhesisten mache die Lage nicht einfacher. Erst mit Abklingen der Delta-Spitze im Jänner hat man den „Normalbetrieb“ bei Operationen wieder gestartet. Jetzt muss man das OP-Programm erneut reduzieren. Im Gegensatz zu anderen Corona-Wellen aber nicht aufgrund der hohen Belegungszahl von Corona-Erkrankten, sondern wegen der Ausfälle beim Personal.

Nicht lebensnotwendige OPs werden deswegen seit dieser Woche wieder verschoben, teilt die KRAGES mit. Ein volles OP-Programm bei so viel belegten Betten und mit den Ausfällen beim Personal gehe sich nicht aus, auch wenn man bemüht sei, den Regelbetrieb so gut es gehe, aufrecht zu erhalten. Beziffern könne man die Zahl an abgesagten Eingriffen nicht. Man könne nicht prognostizieren, hoffe aber auf ein Abflauen der Welle Ende des Monats, um abgesagte Eingriffe dann so rasch als möglich wieder aufzuholen.

Besonders ambitioniert hat man im Krankenhaus Güssing geplant. Bis zu 1.000 Hüft- und Knie-Operationen stehen heuer am Plan. Die Eingriffe will man schaffen, auch wenn es derzeit wieder zur Verschiebungen kommt. Auswirkungen haben diese auch auf die Terminvergabe, denn laut KRAGES verlängern sich die Wartezeiten auf Operationen jetzt erneut.

Die Akutversorgung sei weiterhin zu jeder Zeit gesichert und auch lebensnotwendige Operationen sowie Krebsoperationen seien von den Verschiebungen nicht betroffen. Aufgrund des Personalengpasses helfe man mittlerweile auch häuserübergreifend aus, vor allem in den Spitälern Oberwart und Güssing.

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