Ohne Gift geht‘s auch. Als fünfte Gemeinde im Bezirk verzichtet Heiligenbrunn auf den als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuften Unkrautvernichter Glyphosat.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 24. Januar 2019 (05:13)
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Monika Kedl, Siegfried Marth, Bürgermeister Johann Trinkl, Landesrätin Astrid Eisenkopf, Vizebürgermeister Dietmar Babos, Amtsleiter Michael Partl.
BVZ

Das umstrittene Pflanzenvernichtungsmittel Glyphosat wird in immer mehr Gemeinden nicht mehr eingesetzt. Im Bezirk Güssing ist Heiligenbrunn nun die fünfte Gemeinde, die diesen wichtigen Beitrag für mehr Lebensqualität und Gesundheit leistet.

Bürgermeister Johann Trinkl ist froh, dass dieser Schritt getan wurde: „Wir sind eine Tourismusgemeinde mit zwischen 12.000 und 13.000 Nächtigungen pro Jahr. Da sollten wir mit gutem Beispiel vorangehen. Dieses Mittel wurde bei uns schon vorher nur in geringen Mengen eingesetzt. Daher lag es nahe, ganz darauf zu verzichten. Es werden zwar in Zukunft mehr Arbeiten für die Gemeindearbeiter anfallen, besonders im Frühjahr, aber trotz allem ist die Resonanz durchaus positiv.“

Umweltlandesrätin Astrid Eisenkopf zeichnete Heiligenbrunn dafür mit dem Gütesiegel „ökologische Gemeinde“ aus. „Die Gemeinde ist ein wichtiges Vorbild für die Bevölkerung, um mit entsprechenden Informationsmaßnahmen auch private Haushalte und die Landwirtschaft zum Verzicht auf Glyphosat zu bewegen“, erklärt Eisenkopf bei der Übergabe. Voraussetzung für die Auszeichnung ist ein Gemeinderatsbeschluss, bei dem sich die Gemeinde selbst zum Verzicht auf Glyphosat und zu begleitenden Informationsmaßnahmen für die Gemeindebürger verpflichtet. Im Bezirk Güssing verzichten neben Heiligenbrunn auch Güssing, Olbendorf, Ollersdorf und Stegersbach auf Glyphosat.