Wirbel um Trinkwasser: Ortschef weist Vorwurf zurück

Erstellt am 24. Februar 2022 | 05:36
Lesezeit: 2 Min
Die Grünen vermuten in Olbendorf nach Fäkalienfund im Trinkwasser „jahrelanges Aufsichtsversagen und Fahrlässigkeit“ und fordern Aufklärung. Sie beziehen sich dabei auf einen Vorfall im Jahr 2020. Ortschef Wolfgang Sodl dementiert Vorwürfe.
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In einer Pressekonferenz der „Grünen Burgenland“ geht Dietmar Werderits, Obmann der regionalen Wassergenossenschaft Olbendorf-Greiner-Tulmen-Haxbach, hart mit Bürgermeister Wolfgang Sodl ins Gericht.

Sodl wird vorgeworfen, im Herbst 2020 seiner Informationspflicht an die Bevölkerung nicht nachgekommen zu sein, als im Trinkwasser einmalig Keime gefunden wurden, die Durchfall auslösen könnten. Eine weitere Vermutung Werderits‘ lautet, dass 18 Jahre lang keine Proben entnommen wurden.

Das Wasser für circa die Hälfte der Haushalte in Olbendorf kommt vom Wasserverband Unteres Lafnitztal aus drei Hochbehältern; nämlich Kukmirn, Punitz und Olbendorf. Die restlichen Haushalte werden von den drei bestehenden, regionalen Wassergenossenschaften der Gemeinde versorgt.

Hochbehälter werden regelmäßig kontrolliert

Aus den Hochbehältern werden ganz nach gesetzlicher Vorschrift regelmäßig Proben entnommen und das Wasser geprüft, wie auch Richard Vettermann, Geschäftsführer des Wasserverbandes Unteres Lafnitztal bestätigt. „Alles, was der Verband aus den Hochbehältern liefert, wird mehrmals jährlich überprüft. Das geschieht intern im eigenen Labor sowie einer externen Stelle. Die Biologische Station Neusiedlersee nimmt regelmäßig Proben. Zu sagen, dass 18 Jahre lang nicht geprüft wurde, ist fachlich nicht fundiert.“

Bürgermeister Sodl weist die Vorwürfe scharf zurück: „Das Wasser wird regelmäßig geprüft. Die Einwohner in Olbendorf beziehen höchst qualitatives Wasser und das werde ich auch weiterhin konsequent verfolgen. Hier wird versucht, auf dem Rücken der Gemeindebürger mit einem seit eineinhalb Jahren zurückliegenden Vorfall politisches Kleingeld zu wechseln.“

Wolfgang Spitzmüller, Grüne Landtagsabgeordneter, plant der Aufklärung wegen eine parlamentarische Anfrage an die zuständige Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Eisenkopf zu schicken. Eisenkopf hat sechs Wochen Zeit, die Anfrage zu beantworten.

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