Kritik von VP-Ortschefs am Land. Die Bürgermeister Strobl und Grandits fühlen sich vom Land im Stich gelassen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. Dezember 2019 (05:50)
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Ollersdorfs Bürgermeister Bernd Strobl und Stinatz Ortschef Andreas Grandits: „Land sieht Gemeinden als Feind statt Partner.“
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Die Bürgermeister Bernd Strobl (Ollersdorf) und Andreas Grandits (Stinatz) machen auf die prekäre Finanzlage der Gemeinden aufmerksam. „Seit Jahren werden wir von Rot-Blau wie Bittsteller behandelt, die um ihr Geld, das ihnen laut Gesetzen zusteht, betteln müssen. Gleichzeitig werden uns aber immer mehr finanzielle Hürden in den Weg gelegt“, erklärt Bernd Strobl. Auch Andreas Grandits kritisiert den Umgang des Landes mit den Gemeinden: „Durch die vergangenen Gesetzesbeschlüsse fühlen wir uns im Stich gelassen. Bei Investitionen in den Kindergarten Stinatz fallen wir um 9.000 Euro Vorsteuerabzug um, so kann es nicht weiter gehen.“

Auch scheine das Land die Gemeinden nicht ganz ernst zu nehmen. So warte Ollersdorf noch auf Förderungen für den Ausbau und der Instandhaltung von Gemeindestraßen aus den Jahren 2017 bis 2019 in Höhe von 30.000 Euro. „Anstatt diese Fördermittel rasch auszuzahlen, erhält die Marktgemeinde Ollersdorf eine eingeschriebene Mahnung, weil sie eine Summe von 12,02 Euro – die aus einer falschen Bescheiderstellung des Landes herrührt – nicht bezahlt hat“, so Strobl.

Das Land müsse die Gemeinden endlich als Partner und nicht als Feind ansehen, fordern die beiden Ortschefs.