Jubiläen geben Anlass zum Zurückschauen. Michaela Raber, Bürgermeisterin der Gemeinde Rauchwart im Gespräch.

Erstellt am 01. Juli 2021 (00:56)

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Michaela Raber
zVg

 Unser Burgenland ist 100 Jahre alt und ich darf im September das 10-jährige Jubiläum als Bürgermeisterin von Rauchwart feiern. Ich bin sehr dankbar, in diesem schönen Bundesland beheimatet zu sein und froh, dass ich hier meine Kindheit und Jugend verbringen konnte. Meine Ausbildung zur Kindergartenpädagogin konnte ich in Oberwart – sozusagen vor der Haustür – machen, was natürlich auch nicht selbstverständlich ist.

Als stolze Burgenländerin liegt mir meine Heimatgemeinde Rauchwart sehr am Herzen, daher war es für mich klar, mich in Vereinen und in der Kommunalpolitik zu engagieren. Vor 10 Jahren, nach dem Ableben meines Vorgängers, Bürgermeister Willibald Höchtl, wurde ich zur Bürgermeisterin von Rauchwart gewählt.
Ich bedanke mich bei meinem Team und den Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wird. Mir ist klar, dass ich dieses Vertrauen nicht enttäuschen darf.

Es ist wichtig, für unsere Mitmenschen da zu sein und wichtige Projekte zu verwirklichen. Dafür ist eine gute Zusammenarbeit mit den Gemeindeverantwortlichen notwendig und der Kontakt zu den Mitmenschen sehr wichtig. Gleich zu Beginn meiner Amtszeit war klar, dass die Errichtung einer Hochwasserrückhalteanlage oberste Priorität hat, zum Schutz unserer Ortsbevölkerung und der Infrastruktur. Die Umsetzung des Projektes war durch Bund, Land und Gemeinde möglich und hat bei den Starkregen im letzten Sommer gezeigt, wie wichtig diese Maßnahme ist. Viele weitere Projekte wurden umgesetzt, wie die Renovierung der Friedhofskapelle, die Aufbahrungshalle mit Vorplatzgestaltung, die Neugestaltung des Kirchenplatzes, die Zufahrt zum Badesee mit integriertem Kassahaus, Sanierungen am Campingplatz, die Errichtung einer Terrasse beim Seerestaurant, Straßenprojekte, Errichtung einer Urnenanlage am Friedhof mit Erweiterung des Friedhofweges und viele weitere kleinere Maßnahmen. Viele dieser Projekte konnten nur durch die Unterstützung der Landesregierung und EU (durch die „Dorferneuerung“) umgesetzt werden.

Eine Erweiterung am Ortskanal wurde durchgeführt, Arbeitsgeräte und Fahrzeuge wurden angekauft, zuletzt Mähgeräte, ein Kommandofahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr und ein Gemeindetraktor. In diesem Jahr wurde eine Schrankenanlage für den Campingplatz errichtet und der Müllsammelplatz am Badesee umgestaltet. Zwei Stand-up Paddle wurden für mehr Spaß im Wasser angekauft. Sehr wichtig ist auch, dass eine Gemeinde leistbare Wohnungen anbieten kann. Daher freuen wir uns über die aktuellen Bauprojekte der OSG und der Neuen Eisenstädter. Auch privat wird in diesem Jahr sehr viel gebaut. Erfreulich ist, dass unsere Gemeinde im letzten Jahr ein Bevölkerungsplus aufweisen konnte, sicherlich nicht zuletzt, weil die Lebensqualität in Rauchwart ausgezeichnet ist.

Abschließend möchte ich mich bedanken bei den Gemeindebediensteten, den Gemeindeverantwortlichen und der Bevölkerung für ihre aktive Mitarbeit in unserem Heimatort, dadurch wird unser Rauchwart lebens- und liebenswert.