ÖVP fordert Tempo bei Volksschulneubau in Güssing

Stadträtin Sabine Döberl sieht bei geplantem Volksschulneubau Verzögerung und fordert von Stadt-SPÖ rascheres Vorgehen.

Erstellt am 01. Oktober 2021 | 05:24
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VP-Stadträtin Sabine Döberl kritisiert die bisherige Vorgehensweise der Stadt-SPÖ.
Foto: BVZ

Der Neubau der Volksschule ist schon seit geraumer Zeit Thema in der Burgstadt. Stadträtin Sabine Döberl ortet dabei eine Verzögerungstaktik der Stadt-SPÖ: „Groß hat die SPÖ Güssing trotz viel Kritik den Neubau der Volksschule angekündigt. Monate später ist noch immer nichts passiert. Jetzt wurde außerdem bekannt, dass der Baubeginn auf 2022 verschoben wurde. SPÖ Bürgermeister Knor verzögert hier bewusst den Schulbau, offenbar mit dem Hintergrund, den Spatenstich für die neue Volksschule unmittelbar vor der Gemeinderatswahl zu machen. Die SPÖ führt hier einen Wahlkampf auf dem Rücken der Kinder und Eltern in Güssing“, resümiert Döberl. „Es wird zu langsam gearbeitet. Damit besteht die Gefahr, dass ein Schulstart mit September 2023 nicht mehr möglich ist. Die Eltern und Kinder verlieren aufgrund der Verzögerungstaktik der SPÖ ein ganzes Jahr. Bürgermeister Knor und sein Team tragen die Verantwortung dafür!“

Weiter merkt die VP-Stadträtin an, dass es möglich ist, dass die Errichtung nicht durch die Stadtgemeinde, sondern durch einen anderen Bauträger erfolgen könnte: „Das wäre der erste Schulbau, den wir als Stadt Güssing aus der Hand geben. Wir würden dort nur mehr Mieter sein und bei allen wichtigen Fragen nicht selbst entscheiden können. Das ist eindeutig der falsche Weg!“ Außerdem merkt Sabine Döberl an: „Schon 2012 ist der Volksschulneubau das Wahlversprechen der SPÖ gewesen, genau so wie 2017.“ Ebenso kritisiert sie das Fehlen eines Verkehrskonzeptes in der Schulstraße: „In der aktuellen Stadtzeitung stellt der Bürgermeister die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf der neuen Volksschule als seine Idee dar, der Antrag dazu ist allerdings nachweislich von der ÖVP gekommen.“

Knor ortet von ÖVP V erzögerungstaktik

Bürgermeister Vinzenz Knor zeigt sich von der Vorgangsweise der ÖVP verwundert: „Ich weiß nicht, woher diese Information kommt. Es war immer so geplant, dass wir heuer die Beschlüsse fassen und den Architekturwettbewerb ausschreiben, 2022 mit dem Bau starten und 2023 fertig werden. Das kann man auch nachlesen. Es wäre schön, wenn die ÖVP ihren Zick-Zack-Kurs in Sachen Volksschulneubau endlich verlässt. Wir werden den Weg weitergehen, wie wir ihn vorgesehen haben, und werden uns nicht von Zurufen beeinflussen lassen. Es scheint eine Taktik der ÖVP zu sein, Verhinderungspolitik zu betreiben, damit sie nächstes Jahr sagen können, es ist nichts passiert.“

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Bürgermeister Vinzen Knor wünscht sich mehr Kooperationsbereitschaft der ÖVP.
BVZ