Soll der Sportplatz bestehen bleiben?

Erstellt am 02. Juni 2022 | 05:29
Lesezeit: 3 Min
Geht es nach dem Willen der SPÖ, soll auf dem Areal des Rauchwarter Sportplatzes leistbarer Wohnraum entstehen. Nach kritischen Stimmen ist nun eine Volksabstimmung geplant.
Werbung

Seit mehreren Monaten gibt es Planungen zur Nachnutzung des Rauchwarter Sportplatzes. Der Sportverein hatte 2007 seinen Spielbetrieb eingestellt.
„Mir ist es ein Anliegen, dass wir als Gemeinde leistbaren Wohnraum für die Rauchwarterinnen und Rauchwarter zur Verfügung stellen können“, so Bürgermeisterin Michaela Raber über die Pläne.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung, in der die Flächenwidmung, mit den Stimmen der SPÖ, beschlossen wurde, stimmten aber die Vertreter der beiden Oppositionsparteien dagegen.

Unterschriften gesammelt, Bevölkerung einbinden

Gemeinderatsmitglied René Graf, der seit 2019 nicht mehr Parteimitglied der FPÖ ist, stellt seine Sicht der Dinge dar: „Nach der Sitzung, bei der die Sache für die SPÖ als abgeschlossen galt, habe ich Unterschriften für eine Befragung der Bürger gesammelt und diese am Montag vorgelegt. Daraufhin wurde diese von der SPÖ doch angenommen, was ich gut heiße. Der Sportplatz wird von verschiedenen Vereinen, der Jugend und der Feuerwehr für Veranstaltungen genutzt und sollte dafür erhalten bleiben. Es ist genug Baulandreserve in der Gemeinde vorhanden.“

Auch die ÖVP verweigerte ihre Zustimmung zum Projekt. Gemeinderat Johann Pammer: „Die Jugend ist in der Kabine am Sportplatz untergebracht, Zeltfeste können hier veranstaltet werden und auch die Feuerwehr nützt das Gelände für die Abhaltung von Übungen. Was, wenn in Zukunft doch wieder ein Sportplatz benötigt wird? Außerdem entsteht hier durch eine Maistrockenanlage Lärm und Staub, was würde das für künftige Bewohner dieser Häuser bedeuten?“, sieht Pammer das Areal für den Wohnungsbau als nicht geeignet an.

„Es gibt sicher andere Optionen für die Errichtung von Wohnungen in Rauchwart, dieser Platz sollte nicht verbaut werden!“, begründet auch ÖVP Gemeinderat Markus Szvetits sein Nein zu den Bauplänen der SPÖ-Fraktion.

Werbung