Haubenkoch Phillipp Kroboth ist wieder da. Zwischen weitläufigen Weiden, Koppeln und Bienenstöcken verwöhnt Haubenkoch Phillipp Kroboth seine Gäste auf Gut Mariendol mit regionalen und kulinarischen Highlights.

Von Rosa-Stefanie Nutz und BVZ Redaktion. Erstellt am 27. August 2020 (06:01)

2018 ist Philipp Kroboth nach knapp fünf Jahren als Inhaber des Haubenlokals „Kanzlei“ in Güssing von der kulinarischen Bühne des Südburgenlandes verschwunden.

Schwierige Umstände und Rahmenbedingungen waren der Ausschlag dafür, dass es Kroboth als Angestellten nach Wien zog. Jetzt ist er wieder da und wie sogar. Konkret auf Gut Mariendol, wo er in gewöhnter Manier für kulinarischen Hochgenuss sorgt. „Ich habe knapp 30 Jahre alt werden müssen, um zu verstehen oder besser, um zu sehen, was Bienen machen. Ich muss blind gewesen sein. Ich habe 30 Jahre die Schönheit der Natur nicht gesehen,“ beginnt Philipp Kroboth das Gespräch.

Regionaler Genuss auf höchstem Niveau

Was mit einer Faszination für Bienen, die Natur im Allgemeinen, sowie einer Leidenschaft fürs Kochen begann, endete nun auf Gut Mariendol, wo sich der Haubenkoch seinen Traum verwirklicht hat. In idyllischem Ambiente bietet er neben Genussmomenten in seinem kleinen Restaurant auch die Möglichkeit der Übernachtung am Gut an, um „einfach mal die Seele baumeln zu lassen“. Auch Pferdeliebhaber und Reiter sind auf dem Gut mit Reithalle, Boxen und Co. bestens aufgehoben. Im Restaurant, mit direktem Blick auf die Reithalle, werden die Gäste rundum verwöhnt. Durch die offene Küche lässt sich beobachten, wie Haubenkoch Philipp Kroboth ein Drei- oder Fünf-Gänge-Menü aus regionalen Zutaten kreiert.

Mit der Natur in Einklang

Die Eier dafür kommen von den hauseigenen Hühnern, der Honig von den Bienenstöcken am Gut, das Mehl aus der Mühle in Litzelsdorf und Fisch, Fleisch sowie Gemüse von Partnerbetrieben aus der Umgebung. „Mir ist es wichtig, bodenständig und regional zu kochen“, erzählt Kroboth über seine Leidenschaft. Besonders stolz ist er außerdem auf sein selbst gebackenes Brot, welches auch seine Gäste zu schätzen wissen. Die Bienen bestäuben die Obstbäume und sammeln den Nektar, den die Gäste in Form von Honig zum Frühstück bekommen. Die Früchte der Bäume werden nach der Reifung ebenfalls verarbeitet. Die frischen Eier werden für Backwaren, Soßen und die handgefertigte Pasta verwendet, die Schalen der Eier bekommen wiederum die Hühner. Sofort merkt man, auf Gut Mariendol wird in Einklang mit der Natur gelebt.

Genau diese Kreislaufwirtschaft ist Philipp Kroboth besonders wichtig. Auch die Gäste spüren sofort die ruhige, harmonische Atmosphäre zwischen Natur und Mensch auf dem Hof und werden so zu einem entspannten zur Ruhekommen eingeladen. Möchte man auf dem Gut verweilen oder essen, so ist jedoch in jedem Fall eine rechtzeitige Reservierung erforderlich.