Kein Geld für Güterweg „Brunnergraben“

Der Güterweg „Brunnergraben“ zwischen Rehgraben und Gamischdorf hätte, klar ersichtlich, eine Generalsanierung nötig – ausgebessert wird nur stückweise. Aber warum?

Erstellt am 25. April 2021 | 04:49

Das Verkehrsschild, welches vor unebener Fahrbahn warnt, dürfte für viele Verkehrsteilnehmer, die den Güterweg Brunnergraben regelmäßig befahren, kein seltener Anblick sein.

In Anbetracht des Zustandes der Straße stellt sich die Frage, warum allfällige Schäden immer wieder „fleck(erl)weise“ ausgebessert werden, anstatt vollständig in einem Zuge zu sanieren (Anm.: Es handelt sich um ein Güterwegstück von etwa 2,1 Kilometer).

Bürgermeister Wilhelm Pammer von Gerersdorf-Sulz zur Sachlage: „Es ist schlichtweg nicht finanzierbar. Da es eigentlich ein Güterweg ist und keine herkömmliche Landstraße, hieß es seitens des Landes, dass das nicht übernommen werden kann. Hauptsächlich wollen Nicht-Gemeindebürger die Sanierung der Straße. Sie gehört komplett neu aufgebaut, das würde uns (den Gemeinden) um die 400.000 Euro kosten.“

440_0008_8064464_owz16silke_brunnergraben_kuerzlich_ausg.jpg
Neueste Ausbesserung. Der Fleck, welcher sich sichtbar von der restlichen Straße abhebt, war die letzte Sanierungsmaßnahme.
BVZ

Vizebürgermeister Günther Peischl schildert seine Sicht der Dinge: „Der SPÖ ist es schon seit etwa zehn Jahren ein dringliches Anliegen, dass dieser Weg endlich generalsaniert wird, aber als Minderheitsfraktion im Gemeinderat hat der Bürgermeister das letzte Wort.

Wenn man das hochrechnet, was jährlich in Ausbesserungsarbeiten investiert wird, hätte ebenso schon saniert werden können. Die Schätzung von etwa 400.000 Euro kommt schon hin, davon wird aber circa die Hälfte von der Güterwegabteilung des Landes gefördert. Die Straße bleibt ja ein Güterweg, es geht nur rein um die Sanierung. Mittlerweile ist dieser Weg auch touristisch wichtig geworden, da ihn viele nutzen, um zum Badesee nach Rauchwart zu kommen.

440_0008_8064309_owz16silke_brunnergraben_risse_superoag
Silke

Wenn alle Bürgermeister dahinter wären und zusammenarbeiteten, würde sich bestimmt eine Lösung finden lassen“, so der Vize Peischl leicht verständnislos. Bürgermeister Erich Sziderits schließt sich der Meinung Pammers an, dass kein Geld für die Durchführung vorhanden sei.