Lust auf Moor: G‘schäft für den „Ox“

Am Beginn des Moorwanderweges in Rohr soll 2022 ein Verkaufsraum für die Moorochsenprodukte entstehen.

Erstellt am 02. Februar 2021 | 05:58

Im Naturschutzgebiet Auwiesen Zickenbachtal, wo der Moorochse in einem der schönsten Feuchtlandschaften des Südburgenlandes seine gemütlichen Runden streift, ist für dessen Produkte ein Verkaufsraum geplant. „Die vielen Besucher fragen oft, wo man die Erzeugnisse kaufen kann. Bisher war dies nur in verschiedenen Bauernläden der umliegenden Region möglich, salopp ausgedrückt - überall verstreut. Somit ist es ein naheliegender Schritt, einen Verkaufsraum direkt am Moorwanderweg zu verwirklichen“, lässt Bürgermeister Gernot Kremsner wissen.

Angeboten werden kulinarische Schmankerl vom Zickentaler Moorochsen, wie beispielsweise luftgetrockneter Rohschinken, Dauerwürste und die „Moorwurzn“. Helga Galosch, Projektleiterin des Moores, erzählte weiter, dass der Verkaufsraum auch als Fläche für regionale Produkte aus der unmittelbaren Region genutzt werden solle. „In diesem Vorhaben ist außerdem ein Aufenthaltsraum für unsere Besucher miteingeplant, wo wir Filmvorführungen abhalten werden. Über das Rohrer Moor gibt es so viel Wissenswertes zu erzählen, und auch dieses Dreier-Konzept von Tourismus, Landwirtschaft und Naturschutz stellt bei uns eine Einzigartigkeit dar. Ein ansprechender Film soll Gäste auf die Wanderung einstimmen,“ so die Projektleiterin.

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Rund 100.000 Euro sollen investiert werden

Investitionen werden seitens der Gemeinde in der Höhe von rund 100.000 Euro aufgewendet, etwaige Förderungen noch erwartet. „Wegen der Mindereinnahmen aus Ertragsanteilen und Bedarfszuweisungen wird der Baubeginn definitiv erst 2022 starten“, erklärt Kremsner. Für Sommer und Herbst dieses Jahres sind, wenn es die aktuellen Umstände zulassen, wieder Führungen im Moor geplant.

„Im Jahr 2019 konnten wir eine 30-prozentige Steigerung der Moorführungen verzeichnen. Die Durchführung der Anfragen für 2020 gestaltete sich aufgrund des ständigen Hin und Her der Maßnahmen aber als schwierig, “ erzählt Galosch. „Statt der Führungen wurden im Jahr 2020 die Wege im Moor barrierefrei gestaltet. Barrierefreiheit ist nicht nur bei körperlichen Einschränkungen Thema, sondern wird auch vermehrt von Schulgruppen und Jungfamilien mit Kinderwagen angefragt.“

Kommende Besucher dürfen sich freuen: „Wir planen Genusspakete rund ums Moor, Schatzsuchen für Schulkinder, Picknicks im Moor und vieles mehr“, verrät Helga Galosch.