Als der Eiserne Vorhang gefallen ist. Der Abbau des Grenz-Zaunes jährte sich heuer zum 31. Mal. Das Burgenland spielte eine der Hauptrollen in jenem historischen Sommer: Als der Eiserne Vorhang am 27. Juni 1989 durchtrennt wurde, hatten die ersten Flüchtlinge aus der DDR ihren „Weg in die Freiheit“ bereits hinter sich. An sie erinnert der Ruster Wolfgang Bachkönig in seinem Buch: Unter dem Titel „Sommer 1989“ lässt er Flüchtlinge, Helfer und Exekutivbeamte zu Wort kommen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 03. September 2020 (04:46)
Bürgermeister Walter Temmel und Autor Wolfgang Bachkönig übergaben Pfarrer László Rátkai das Buch„Sommer 1989… durch den Eisernen Vorhang in die Freiheit“
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Viele der DDR-Bürger suchten damals Zuflucht in Pfarrämtern. László Rátkai ist seit 37 Jahren Pfarrer in der etwa 3.000 Einwohner Gemeinde Ják an der ungarisch-burgenländischen Grenze und hat dabei zahlreichen Hilfesuchenden nicht nur geistlichen Beistand geleistet. Rátkai hat viele Flüchtlinge im Pfarrhaus aufgenommen, verköstigt, ihnen Mut zugesprochen und sie dann persönlich mit seinem Auto zur Grenze gebracht.

Unter anderem auch die Familie Fritz, der nach einer mehrstündigen Odyssee – wobei sie einige Male im Kreis gingen – die Flucht nach Bildein gelang. Dolores und Hans-Michael Fritz haben ihre Helfer von damals nicht vergessen. Sie suchten bereits mehrmals jene Stelle auf, an der sie den ersten Schritt in die Freiheit getan haben, und sind sowohl mit Bürgermeister Walter Temmel aus Bildein und Pfarrer Rátkai persönlich befreundet.