Volksschule Großmürbisch gehen die Kinder aus. Im nächsten Schuljahr besuchen lediglich sechs Kinder die Volksschule Großmürbisch, 2020 wären es nur mehr zwei. Eine Schließung ist unausweichlich.

Von Carina Fenz. Erstellt am 24. Juli 2019 (04:26)
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Im Gebäude der Volksschule Großmürbisch sollen entweder Wohnungen oder eine Tagesstätte entstehen.

Die Schließungsgerüchte rund um die Volksschule Großmürbisch haben mittlerweile einen langen Bart. Es vergeht kein Jahr, wo die Schule aufgrund der geringen Schülerzahlen, nicht vor dem Aus steht.

Jetzt aber dürfte es so weit sein. „Wir haben im kommenden Schuljahr sechs Kinder, vier davon werden die vierte Schulstufe besuchen und somit ihr letztes Jahr absolvieren“, erklärt Bürgermeister Jürgen Kurta. Laut Gesetz müsste die Schule, besuchen weniger als zehn Schüler die Bildungseinrichtung, geschlossen werden.

„Das Gebäude könnte dann für Wohnungen oder eine Tagesstätte genützt werden"

Weil es aber auch eine gesetzliche Möglichkeit gibt, die Schulen, trotz Unterschreitung der Mindestschülerzahlen, zu erhalten, bleibt die Volksschule zumindest im kommenden Schuljahr 2019/20 noch offen. „Dann aber werden wir eine Schließung nicht mehr aufhalten können, es sei denn, wir haben so viel Zuzug, dass wir die zehn Schüler wieder erreichen“, erklärt Kurta. Weil diese Tatsache, aber eher unwahrscheinlich scheint, hat sich die Gemeinde bereits Nachnutzungspläne überlegt.

„Das Gebäude könnte dann für Wohnungen oder eine Tagesstätte genützt werden. Hier haben wir auch schon mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft Kontakt aufgenommen“, erklärt der Ortschef. Die Großmürbischer Kinder jedenfalls, werden ab dem Schuljahr 2020/21 voraussichtlich die Volksschule Güssing besuchen.