Schloss sucht Besitzer. Priorität für die Nutzung des denkmalgeschützen Gebäudes hat weiter ein öffentliches Vorhaben. Vorstand wurde bestätigt.

Von Carina Fenz. Erstellt am 21. Juni 2017 (05:53)
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Der seitliche Anbau wurde einst als Zugang zu den Badeanlagen genutzt. Nach dem Tod des letzten privaten Besitzers im Jahre 1962 verfällt das Gebäude.
BVZ, Archiv

In den letzten Jahren ist es sichtlich ruhig um das Biedermeier-Schloss in Sulz geworden. Seit 30 Jahren liegt es im Dornröschenschlaf, Chancen auf einen neuen Besitzer gab es viele, aber seit dem gescheiterten Versuch der Firma Güssinger Mineralwasser im Jahr 2012, das Gebäude zu übernehmen, hat sich wenig getan.

Denkmalschutz seit 1973

1973 wurde das Castell unter Denkmalschutz gestellt und von einem Verein übernommen. Vergangenen Sonntag bestätigte der Castellverein Sulz im Zuge einer Mitgliederversammlung seinen Vorstand. Obmann des Vereins ist weiter Gerhard Jandrisevits, Stellvertreter Johann Jaindl.

Der Verein hat es sich zum Ziel gesetzt, dass Castell zu verkaufen, aber nur dann, wenn der Käufer ein öffentliches Vorhaben mit dem Gebäude hat. „Dem bleiben wir auch weiter treu und werden versuchen, das Gebäude aus dem Dornröschenschlaf zu wecken“, so Jandrisevits. Auf Nachfrage nach möglichen Interessenten meint Jandrisevits: „Die gibt es immer, aber wie konkret die Angebote sind, können wir nicht sagen.“

Auf 600 Quadratmeter Grund erstreckt sich das 1815 erbaute, zweigeschoßige Castell. Das Schloss umfasst einen vier Hektar großer Naturpark. Der unbekannte Baumeister hat die Fassade mit sechs Säulen im Mittelteil betont prunkvoll gestaltet.