Projekt "Stolpersteine" wird in Güssing umgesetzt. Das Projekt „Stolpersteine“ wurde im Gemeinderat einstimmig beschlossen, die Umsetzung erfolgt im nächsten Jahr.

Von Dorothea Müllner-Frühwirth. Erstellt am 23. Oktober 2019 (04:08)
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Karl Heinz Gober und Michael Hammer haben das Projekt initiiert.
BVZ

In der Stadtgemeinde lebte bis 1938 eine große jüdische Gemeinde. Eine Gedenktafel im Rathaus oder die Reste des jüdischen Friedhofs sind bereits Zeugen dafür. Nun sollen durch das Projekt „Stolpersteine“, das schon in vielen europäischen Städten umgesetzt wurde, direkt auf dem Hauptplatz auf die Opfer des NS-Regimes aufmerksam gemacht werden.

70.000 dieser Steine wurden europaweit schon platziert, sie sind aus Messing gefertigt und werden mit Namen und Lebensdaten der Menschen versehen. In Güssing wurde diese Initiative vom Verein „Güssinger Historische Gesellschaft“, deren Obmänner Karl Heinz Gober und Michael Hammer sind, ins Leben gerufen. Sie haben dazu bereits Recherchen geführt und eine Vorauswahl an möglichen Personen getroffen. Bürgermeister Vinzenz Knor unterstützt diese Initiative gerne: „Ich finde, dass das eine gute Sache ist, das zeigt auch der einstimmig dazu gefasste Beschluss im Gemeinderat. Es ist wichtig, dass man an diese Zeit erinnert und an die Menschen, die in unserer Zeit gelebt haben, und auf das in der Umgangssprache genannt „Judengebäude“, die jüdische Synagoge und die jüdische Gemeinschaft, die bei uns gelebt hat, hinweist.“