Skurril: Anzeige lässt Bürger schäumen. Mann fuhr am Sonntagvormittag aus Haustor. Als er es schließen wollte, strafte ihn die Polizei. Die erzählt den Vorfall anders.

Von Michael Pekovics. Erstellt am 01. Februar 2017 (05:33)
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Seit 8. August gibt es am Samstag das Parkverbot. Leider halten sich nicht alle daran.
NOEN, Foto: privat

Seit der Wiedereinführung des Gegenverkehrs auf der Hauptstraße ist sowohl das Halten als auch das Parken in diesem Bereich verboten. Das hat natürlich zur Folge, dass die Polizei immer wieder Strafzettel wegen Falschparkens ausstellen muss.

Skuriller Fall in Güssing

Ein spezieller Fall sorgt aktuell in Güssing für Aufregung: Ein 78-jähriger Mann wurde, laut seinen Angaben, von der Polizei gestraft, als er das Tor seiner Einfahrt nach dem Hinausfahren zumachen wollte. „Mein Mann wollte mich am Sonntag in die Kirche bringen, es hat geschneit und war rutschig.

Das Zumachen des Tores hat keine Minute gedauert, die Polizistin hat nicht mit sich reden lassen“, erzählt seine Gattin. Auch ein anschließender Besuch auf der Polizeiinspektion Güssing brachte keinen Erfolg, also weigerte sich das Ehepaar, die Strafe zu bezahlen und erhob Einspruch. Der Fall liegt jetzt auf der Bezirkshauptmannschaft Güssing, nähere Hinweise gibt es mit dem Verweis auf das „laufende Verfahren“ nicht.

Einhaltung des Halte- und Parkverbots wird überwacht

Laut Auskunft der Polizei soll sich der Fall aber anders dargestellt haben: „Das Ehepaar kam erst aus der Tür, als die Beamtin den Strafzettel hinter den Scheibenwischer stecken wollte. Es gab auch das Angebot, nur 20 Euro zu zahlen.“

Grundsätzlich sei es aber schon so, dass die Exekutive die Einhaltung des Halte- und Parkverbots überwache: „Da gibt es eine gewisse Erwartungshaltung der Bevölkerung.“