Teuerung: Verdiente Unterstützung in Anspruch nehmen!

Erstellt am 30. September 2022 | 05:02
Lesezeit: 3 Min
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Hans Goger, Verena Dunst und Herbert Hübner appellieren an einkommensschwache Menschen, ihre Scheu zu überwinden und Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Foto: Claudia Jelinek
Besonders Mindestpensionisten spüren die extreme Teuerung in allen Bereichen - Volkshilfe und Pensionistenverband in Güssing stehen mit Rat und Tat zur Seite.
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„Gut ein Drittel der älteren Generation im Südburgenland lebt allein, oft in großen, alten Häusern - das Heizen, die Instandhaltungskosten und Abgaben stellen eine große Belastung dar - und wenn ich von älteren Menschen hören muss: ‚Ich muss überlegen, ob ich heizen oder essen soll‘, dann bin ich tief betroffen“, berichtet die ehrenamtliche Volkshilfepräsidentin Verena Dunst: „Oft sind es Frauen , die mit 800 oder 900 Euro Pension auskommen müssen“.

Unterstützungsangebote annehmen

Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet und das Land aufgebaut haben, schämen sich heute für ihre finanziellen Nöte. Pensionistenverband und Volkshilfe setzen sich für einkommensschwache Personen ein. „Pensionisten sind keine Bittsteller, wir haben unsere Pension erworben und wollen nur das, was uns auch zusteht!“, bringt es Hans Goger, Pensionistenobmann Bezirk Oberwart, auf den Punkt. Bei einer Inflation von 9,3 Prozent fordert der Pensionistenverband eine Erhöhung der Pensionen um 10 Prozent: „Im Burgenland gib es über 6500 Menschen, die eine Ausgleichszulage benötigen. Einmalzahlungen sind da nicht nachhaltig.“

Herbert Hübner, Pensionistenobmann Bezirk Güssing: „Es gibt Leute, die trauen sich nicht zu uns zu kommen. Unsere Sprechtage werden oft nur vage wahrgenommen. Ich möchte alle einladen zu kommen. Wir helfen jederzeit gerne, auch beispielsweise beim Ausfüllen der Formulare für den Sonnenmarkt, damit auch diese Hürde schnell genommen werden kann.“

Preise für das „kleine Geldbörsel“ bieten die Sonnenmärkte der Volkshilfe, in denen Menschen Lebensmittel, Hygiene und Haushaltsprodukte um bis zu 60 Prozent billiger als im Handel kaufen können. Benötigt wird dazu nur, ein Einkommensnachweis und die Stellung eines Antrags. Antragsformulare liegen in den Volkshilfestützpunkten in Güssing, Jennersdorf und Stegersbach auf. Außerdem kann die Karte im Sonnenmarkt direkt beantragt werden.

Nachhaltige Waren in der Schatzgrube

In der dem Sonnenmarkt angeschlossenen Schatzgrube können Elektrogeräte, Möbel, Bücher, Kleidung, Geschirr und viele Dinge des täglichen Bedarfs zu einem besonders günstigen Preis erworben werden - hier ist kein Einkommensnachweis nötig. Die durch Sachspenden erhaltenen Gegenstände werden aufbereitet und günstig abgegeben, was auch ressourcentechnisch sinnvoll ist.

Eröffnung am Freitag, dem 30 . September

Der Sonnenmarkt mit angeschlossenem Sonnencafé und die Schatzgrube werden in der Schulstraße 18 in Güssing am 30. September um 13.00 Uhr offiziell eröffnet.

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