Zurück an den Start: Neue Pläne für Sonnenresidenz. Flächenwidmungen für Mega-Projekt wurden nicht alle genehmigt, weil es zu viele Baulandreserven gibt. Supermarkt und Veranstaltungssaal kommen doch nicht.

Von Carina Fenz. Erstellt am 03. Juli 2019 (04:28)
Sonnenresidenz
Die Sonnenresidenz wird am „Sportplatz 18“ in 100 Wohneinheiten viel Platz für bis zu 200 Bewohner bieten.

Der Raumplanungsbeirat des Landes hat Teile der eingereichten Widmung für den Bau eines Supermarktes und eines Veranstaltungssaales bei der Sonnenresidenz Eberau abgelehnt. Für das Mega-Projekt, dass eigentlich schon seit 2016 „die größte Baustelle des Landes“ hätte sein sollten, heißt das jetzt „Zurück an den Start“, oder zumindest fast.

„Zwar handelt es sich nach wie vor, um ein laufendes Verfahren, doch eines ist sicher, Eberau wird weder einen dringenden notwendigen Einkaufsmarkt, noch eine Veranstaltungshalle in den nächsten Jahren bekommen. Das tut mir für die Bevölkerung aufrichtig Leid, weil so viele dafür gekämpft haben“, erklärt der Bauträger des Projekts.

Beim Gesamtprojekt Sonnenresidenz, wo 100 betreubare Wohnungen entstehen sollen, sind jetzt natürlich Umplanungen nötig, die im vollen Umfang rasch erfolgen. Aber es gibt auch gute Nachrichten, „denn die bereits genehmigten Projekte — die Wohneinheiten — können jetzt endlich umgesetzt werden, da die Erdarbeiten fertig sind“, heißt es vom Bauträger.

Weber: „Problem ist historisch bedingt“

Den Grund, warum die Flächenwidmung nicht durchgegangen ist, weiß Bürgermeister Johann Weber: „Die Baulandreserven der Gemeinde sind zu hoch. Das ist zu 90 Prozent historisch bedingt, da in früheren Zeiten, viele Flächen bei landwirtschaftlichen Gebäuden als zusätzliche Reserven gewidmet wurde. Weil die Bauern aber immer weniger werden, sind diese Flächen nicht mehr verbaut worden“, so Weber.

Die Gemeinde muss jetzt ein örtliches Entwicklungskonzept erstellen, um neuerlich ein Ansuchen zu stellen. „Wir sind bemüht, unsere Hausaufgaben zu machen, um dann, vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, doch noch die Genehmigung für einen Supermarkt und einen Veranstaltungssaal zu bekommen“, erklärt Weber im Gespräch mit der BVZ.