Arbeitssuchende sollen schnell wieder Arbeit finden

Landtagspräsidentin Verena Dunst und Landesrat Leonhard Schneemann legen Hauptaugenmerk auf die möglichst rasche Integration von Arbeitssuchenden in den Arbeitsmarkt.

Erstellt am 05. Februar 2021 | 06:26

Die Corona-Krise hat auch am heimischen Arbeitsmarkt ihre Spuren hinterlassen. Landtagspräsidentin Verena Dunst, Landesrat Leonhard Schneemann, AMS-Landesgeschäftsführerin Helene Sengstbratl und AMS Stegersbach-Leiterin Sonja Marth gaben bei einer Pressekonferenz einen Überblick über aktuelle Maßnahmen und Impulse für den Arbeitsmarkt im Südburgenland.

35 % der Arbeitslosen aus dem Südburgenland

„Der Ausgleich von regionalen Disparitäten ist ein wichtiger Punkt im Zukunftsplan Burgenland. Gerade das Südburgenland als strukturschwache Region wird besonders gefördert“, erklärte dabei Landtagspräsidentin Verena Dunst. „Vor der Pandemie waren wir unserem Ziel der Vollbeschäftigung schon sehr nahe. Nun gilt es, Arbeitsmarkt und Wirtschaft wieder auf Vorkrisenniveau zu heben – auch im Bezirk“, führt Arbeitsmarkt- und Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann weiter aus. Trotz der traditionellen „Pendlerbewegung“ gibt es auch viele Arbeitsplätze und Lehrstellen in der Region. „Im Bezirk Güssing gibt es zurzeit 28 offene Lehrstellen und 126 offene Stellen, die beim AMS gemeldet sind“, legt Dunst die Zahlen auf den Tisch. Von den derzeit etwa 12.500 BurgenländerInnen ohne Arbeit kommen 35% aus dem Südburgenland. Grundsätzlich komme aufgrund von gezielten Maßnahmen seitens des Landes das Burgenland aber grundsätzlich besser als andere Bundesländer durch die Krise. „Das betrifft den Wirtschaftsstandort und folglich auch den Arbeitsmarkt, für den wir konkrete Pakete geschnürt haben“, erzählt Schneemann. der Landesrat. Beispielsweise gäbe es die „Chance 50+“ für Langzeitarbeitslose über 50 Jahren. Bei der Anstellung in einer burgenländischen Gemeinde übernehmen dabei Land und AMS die Lohn- und Lohnnebenkosten zu je 50%. Insgesamt wurden dafür 1,3 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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Frauenanteil hat sich massiv erhöht

AMS-Stegersbach Leiterin Sonja Marth berichtet über den massiven Anstieg der Arbeitslosenzahlen bei Frauen: „Auffällig ist der hohe Anstieg bei den Frauen mit einem Plus von 31,24 Prozent. Grund dafür ist, dass Frauen überwiegend in vom Lockdown betroffenen Branchen beschäftigt sind, wie Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben, dem Dienstleistungsbereich und im Handel. Lediglich in den Wintermonaten ist die Arbeitslosigkeit bei Männern, aufgrund der saisonalen Winterarbeitslosigkeit in der Baubranche, kurzfristig höher als bei den Frauen. Am Beginn der Pandemie ist die Baubranche fast zum Erliegen gekommen. Sie hat sich, im Vergleich zu anderen Branchen, jedoch sehr schnell erholt und stabilisiert.“ Marth sieht die Möglichkeit der Kurzarbeit in dieser schwierigen Zeit äußerst positiv: „Die Corona-Kurzarbeit ist ein Instrument, von dem sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber profitieren und sie hat uns vor einer noch höheren Arbeitslosigkeit bewahrt.“