Spendenaufruf: Volkshilfe-Kassen sind leer. Durch die Coronakrise steigt die Nachfrage nach Unterstützung der Volkshilfe enorm. Die Spendenkassen sind fast leer.

Von Carina Fenz. Erstellt am 27. Mai 2020 (05:49)
Volkshilfe-Team bittet um Spenden. Ehrenamtliche Präsidentin Verena Dunst, Patrick Gober und Nicole Stangl.
C. Fenz

Die Volkshilfe Burgenland hilft Menschen, die sich in sozialen und finanziellen Notlagen befinden. Pro Jahr werden im Südburgenland rund 100 Familien unterstützt. Die Coronakrise hat die Nachfrage nach Spenden akut verschärft, denn bis Anfang Mai wurden bereits 70 Familien mit Spenden unterstützt und jetzt drohen die Spendenkassen leer zu werden. „Maximal einen Monat reicht das Geld noch, um den Betrieb in gewohnter Weise aufrecht zu erhalten, darum bitten wir dringend um Spenden“, richtet Verena Dunst, ehrenamtliche Präsidentin der Volkshilfe Burgenland, einen Spendenaufruf an die Bevölkerung.

Also soziale Drehscheibe sei es die Volkshilfe gewöhnt, zu unterstützen, wo Hilfe gebraucht wird, sei es in der Hauskrankenpflege, der Demenzbetreuung oder der Familienbetreuung. Aktuell ist die Nachfrage so groß, wie noch nie. „Wir haben rund drei bis fünf Ansuchen für Spenden in der Woche. Jetzt haben sich die Ansuchen verdreifacht, dabei wissen wir, dass sich Armut gut versteckt und eigentlich noch mehr Menschen Hilfe brauchen würden, die sich aber nicht trauen, diese anzunehmen“, erklärt Dunst.

Durch die Coronakrise sei, so Dunst, die Kinderarmut noch größer geworden. „Wir haben unglaublich viele Anfragen von Familien, die fürs Homeschooling Laptops und Internet benötigen, weil es in vielen Familien nicht Standard ist, mit solchen Dingen ausgestattet zu sein“, sagt Dunst.

Nicole Stangl, die Leiterin der Familienbetreuung der Volkshilfe hat einen ganz besonders tiefen Einblick in die vielen Schicksale der Familien. „Viele sparen ein ganzes Jahr, um einmal im Sommer mit der Familie Eis essen zu gehen. Durch Corona ist die Arbeitslosigkeit noch größer geworden, da können dann auch die kleinsten Wünsche in einer Familie nicht mehr erfüllt werden“, erzählt Stangl. „Auch die kleinste Spende würde bereits helfen“, bitten Stangl und Dunst um Spenden.