Energie wird gespeichert: Pilotprojekt läuft an

Erstellt am 04. Februar 2022 | 05:16
Lesezeit: 3 Min
Photovoltaik Sonnenstrom Sonnenkraft Erneuerbare Energie Symbolbild
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Foto: Porstocker/Shutterstock.com
Mehrere Haushalte in Stegersbach werden zu sogenannten Speicherclustern zusammengefasst, um die vorhandenen Kapazitäten zu bündeln. Bereits im März werden die ersten Anlagen installiert.
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Energiezukunft wird in Stegersbach geschrieben und mit dem „solar.one“-Kompetenzzentrum für digitale Erneuerbare Energiesysteme hat man dazu auch die besten Voraussetzungen. Das neueste Projekt „Urbane Speichercluster“, welches von Andy Schneemann und der Firma „energie.kompass“ begleitet und umgesetzt wird, sowie mit Förderungen aus dem Klima- und Energiefond im Rahmen der Smart-Cities-Initiative gefördert wird, steht kurz vor der Umsetzung.

Das von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft unterstützte Projekt „Urbane Speichercluster“, beschäftigt sich vorrangig mit der gemeinschaftlichen Nutzung von Energiespeichern. Dabei werden 15 Haushalte zu Speicherclustern zusammengefasst und die jeweils vorhandenen Kapazitäten gebündelt und dem Stromnetz als Flexibilität zur Verfügung gestellt. Grundvoraussetzung dafür ist eine Photovoltaikanlage.

10.000 Euro an Investition pro Haushalt

Pro Haushalt wird mit rund 10.000 Euro an Investitionskosten gerechnet, „wobei eine attraktive Förderung von bis zu 40 Prozent in Aussicht gestellt wird“, so Schneemann. Jenen Nutzern wird ein von der Firma „energie.kompass“ entwickeltes Softwaresystem installiert, das zur Bewirtschaftung des Speicherclusters nötig ist.

„Es ist wichtig, nicht nur die technischen Fragen zu klären, sondern auch sicherzustellen, dass die Systeme auch auf die Bedürfnisse der KonsumentInnen ausgerichtet sind und kostengünstig betrieben werden können. Daher wird auch ein Geschäftsmodell – das Energiekonto – entwickelt, über das die Haushalte für die bereitgestellten Flexibilitäten vergütet werden und der eigene Stromverbrauch übersichtlich betrachtet werden kann“, so Schneemann.

Die gespeicherte Energie soll dann entweder selbst genützt werden oder ins Gesamtsystem eingespeist werden. „Damit schaffen wir es, regional erzeugte Energie, auch in der Region zu nützen und so wenig, wie möglich in übergeordnete Netze abzugeben“, erklärt Schneemann, der das Pilotprojekt gestartet hat, um in weiterer Folge eine marktfähige Lösung anbieten zu können.

Mitte 2022 will man erste Ergebnisse haben. Bis Jahresende soll die Testphase abgeschlossen sein, um in die Optimierung und dann auf den Markt zu gehen.

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